Corona in Brandenburg
: Potsdamer Klinik plant Tests von Corona-Mutationen

Noch können Corona-Mutationen nur sehr eingeschränkt in Brandenburg nachgewiesen werden - weil in den meisten Laboren die dafür nötige Ausstattung fehlt. Das soll sich ändern.
Von
dpa
Potsdam
Jetzt in der App anhören

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann will mit der Prüfung positiver Corona-Tests auf mögliche Mutationen beginnen. (Symbolfoto)

Marijan Murat/dpa

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann will am Montag mit der Prüfung positiver Corona-Tests auf mögliche Mutationen beginnen. Die ersten Tests würden dann zur Sequenzierung an die Ripac-Labor GmbH in Potsdam und an die IIT Biotech GmbH in Bielefeld geschickt, teilte das größte Krankenhaus in Potsdam am Sonntag mit.

Bisher könne das Klinikum Ernst von Bergmann solche Untersuchungen nicht selbst vornehmen. Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt erklärte jedoch: „Unser Ziel ist, schnellstmöglich eine Potsdamer Lösung zu finden - sei es über Kooperationen und/oder eigene Kapazitäten.“

Vom Coronavirus wurden dem Robert Koch-Institut zufolge inzwischen mehrere Varianten entdeckt. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Variante, die in Großbritannien bekannt wurde, noch leichter übertragbar sei. Von einer neuen Virusvariante werde auch aus Südafrika berichtet.

Das RKI warnte vor der Gefahr einer Verschärfung der Lage für Deutschland. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am Mittwoch erklärt, Corona-Mutationen könnten möglicherweise Anfang Februar im Land nachweisbar sein. Es gebe Gespräche unter anderem mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.

Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.