Die Brandenburgerinnen und Brandenburger können auf die landesweite Öffnung von weiteren Geschäften und von Museen je nach Infektionslage hoffen. Dabei bahnt sich eine landesweite Regelung von Öffnungsschritten je nach Corona-Infektionszahlen an. Am Donnerstag sprach sich die große Mehrheit der Kommunen in einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit Kreisen und kreisfreien Städten demnach dafür aus. Damit sollen unterschiedliche Regelungen in einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten verhindert werden, auch um Fahrten von hier nach da zu vermeiden.
Das Kabinett entscheide am Freitag auch über die Frage, ob in Kreisen und kreisfreien Städten je nach Inzidenz unterschiedliche Lockerungen erfolgen, teilte Regierungssprecher Florian Engels mit. Nach Gesprächen im Kabinett sowie mit den Landräten und Oberbürgermeistern „ist die klare Tendenz zu landeseinheitlichem Vorgehen“.

Inzidenz zwischen 50 und 100

Ab 8. März:
- In Regionen zwischen 50 und 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche soll das Einkaufen nach den Beschlüssen im Einzelhandel mit Termin erlaubt werden - mit einem Kunden pro 40 Quadratmeter Fläche.
- Auch Museen und Gedenkstätten können mit Termin besucht werden.
-Individueller Sport im Freien ist mit Begrenzung möglich.
Brandenburg hatte am Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64,2. Weil sich eine landesweite Regelung anbahnt, würde ab Montag voraussichtlich eine Öffnung mit Terminbuchungen greifen.

Inzidenz unter 50 in Brandenburg und Einzelhandel

- Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 ist kein Termin im Einzelhandel nötig und es gilt eine abgeschwächte Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche. Das würde für Brandenburg derzeit nicht zutreffen.

Bei stabilen Inzidenzwerten Öffnung von Cafés, Kinos, Theatern

Frühestens ab 22. März:
- Wenn sich der Wert der vorherigen Stufe zwei Wochen lang nicht verschlechtert, können Cafés und Gaststätten im Freien sowie Kinos und Theater öffnen - bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 mit Schnell- oder Selbsttest, bei unter 50 ohne Test. Bei einem Inzidenzwert von über 100 an drei folgenden Tagen im Land oder in einer Region soll eine Notbremse die Lockerung zurücknehmen.

Bei weiterer Verbesserung ab April

Frühestens ab 5. April:
Wenn sich der Wert der vorherigen Stufe zwei Wochen lang nicht verschlechtert, sollen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 im Einzelhandel kein Termin mehr nötig sein, es gilt aber eine Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche, auch kontaktfreier Sport ist möglich; bei unter 50 sind Open-Air-Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Menschen und Kontaktsport drinnen erlaubt.

Schulen in Brandenburg

Drei Wochen nach den Grundschulen sollen in Brandenburg auch die weiterführenden Schulen der Sekundarstufen 1 und 2 wieder öffnen. Nach dpa-Informationen ist die Öffnung dieser Schulen im Wechselunterricht für den 15. März geplant. Zuerst hatte die „Märkische Oderzeitung“ (online) darüber berichtet. „Wir wollen Mitte März auch in den weiterführenden Schulen in den Wechselunterricht gehen“, kündigte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Brandenburger Landtags an. Dies solle begleitet werden mit mehr Schnelltests an den Schulen, ebenso wie in den Kitas, sagte Woidke. Seit dem 22. Februar sind bereits die Grundschulen im Wechselunterricht geöffnet.
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