„Wir müssen uns ehrlich machen: Auch wenn die Impfungen starten werden, wird es weiterhin für eine gewisse Zeit Beschränkungen geben müssen“, sagte Woidke am Dienstag im Landtag in Potsdam.
„Was ist dieser Verlust an Lebensqualität und liebgewonnen Freiheiten gegen Krankheit und Tod?“ Er verteidigte den harten Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen, der an diesem Mittwoch beginnt. Woidke appellierte an alle Bürger, zusammenzuhalten und sich an die Regeln zu halten.
Der Regierungschef wandte sich gegen Gegner der Corona-Regeln. „Das Coronavirus ist brandgefährlich“, sagte Woidke. „Wer das jetzt immer noch nicht wahrhaben will, wer weiter die Fakten leugnet, wer an eine Verschwörung glaubt, wer meint, sich nicht an die festgelegten Regeln halten zu müssen, der gefährdet sich und andere im höchsten Maße, der handelt verantwortungslos.“
AfD-Fraktionschef Christoph Berndt zweifelte die von der Regierung beschriebene Gefährlichkeit des Coronavirus als „Hypothese vom Killervirus“ an und bezeichnete schärfere Beschränkungen als falsch. Er warf der Landesregierung vor, kein Interesse an einer realen Lageeinschätzung zu haben. „Nur so (…) ist es auch zu erklären, dass der Lockdown, der seit Anfang November nichts gebracht hat, nun fortgesetzt und verstärkt werden soll“, sagte Berndt.
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