Corona-Krise: 5400 Brandenburger Firmen fragen nach Wirtschaftshilfe

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sichert den von der Corona-Krise betroffenen kleinen und Kleinstunternehmen schnelle wirtschaftliche Hilfe zu.
Soeren Stache/dpaWirtschaftsministerium und WFBB haben zentralen Telefonberatungen eingerichtet. Kleine und Kleinstunternehmen seien am schnellsten von der Corona-Krise betroffen, da viele nur ein dünnes finanzielles Polster besäßen, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. „Wir setzen deshalb alles daran, den von der Ausbreitung des Corona-Virus besonders betroffenen Firmen schnell zu helfen.“ Rund 30 Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung beraten Unternehmen per Telefon. Auch das Wirtschaftsministerium hat einen Telefon-Service geschaltet.
Anfragen bei der WFBB kommen zu 75 Prozent aus Branchen wie Dienstleistung, Handel und Gastronomie. Mehr als 90 Prozent der Anfragenden haben weniger als 10 Beschäftigte. Stornierungen, rapide Auftragsrückgänge und ausbleibende Kunden sind die mit Abstand häufigsten Probleme. Am Mittwoch soll das Sofortprogramm des Landes Brandenburg mit rund 7,5 Millionen Euro Zuschüssen für betroffene kleine Firmen und Selbstständige starten.
Steinbach rief die Firmen auf, von Kündigungen abzusehen und statt dessen das Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen. Außerdem appellierte er an die Arbeitgeber, die Löhne weiter zu zahlen, auch wenn Eltern wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht zur Arbeit kommen können. „Bitte haben Sie noch einige Tage Geduld und zahlen Sie den Betroffenen ihren Lohn weiter“.
Am kommenden Montag soll es eine neue, von der Bundesregierung erlassene Regelung zur Lohnfortzahlungfür die Eltern geben.
Servicerufnummern für Unternehmen: 0331/730 61 222 (WFBB); 0331/866-1887, -1888 und -1889 (Ministerium)