Brandenburg und Berlin haben sich auf einheitliche Regeln geeinigt. Damit wird ab dem 2. Februar die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgehoben.
Wie Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag (10.1.) mitteilte, hat es zuvor außerdem Gespräche mit Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen gegeben, da länderübergreifend möglichst einheitliche Regelungen festgelegt werden sollten.

Das gilt weiterhin in Brandenburg

Doch vorerst wird in Brandenburg die Corona-Verordnung verlängert. Das hat das Kabinett am Dienstag in Potsdam beschlossen. Das gilt damit in Brandenburg:
  • Bus und Bahn: Bis einschließlich 1. Februar müssen weiterhin alle Fahrgäste in Verkehrsmitteln des ÖPNV eine FFP2-Maske tragen (Ausnahmen u.a. für Kinder unter sechs Jahren sowie gehörlose und schwerhörige Menschen).
  • Ab 2. Februar wird empfohlen, im ÖPNV freiwillig eine Maske zu tragen. Masken schützen nachweislich und effektiv vor Infektionen.
  • Bis einschließlich 7. März gilt in Brandenburg weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher in geschlossenen Räumen von Obdachlosenunterkünften und von Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden und Geflüchteten; Beschäftigte müssen hier bei der Ausübung körpernaher Tätigkeiten eine FFP2-Maske tragen.
  • Fernverkehr: Weiterhin gilt bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr.
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher von Arztpraxen und anderen ambulanten medizinischen Einrichtungen müssen weiterhin eine Maske tragen. FFP2-Masken- und Testnachweispflichten gelten außerdem nach Bundesrecht für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte: „Für mich war besonders wichtig, dass wir uns mit Berlin auf einen gemeinsamen Termin für das Auslaufen der Maskenpflicht verständigen. Das ist nun mit dem 2. Februar gelungen. Für alles andere hätten die ÖPNV-Fahrgäste in unserer eng vernetzten Metropolenregion auch zu Recht kein Verständnis gehabt.“

So sieht die aktuelle Corona-Lage in Brandenburg aus:

Maßgeblich für die Beurteilung der pandemischen Lage sind der Anteil freier betreibbarer Intensivbetten, die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz sowie die Zahl der Corona-Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern.
Die landesweite Sieben-7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt aktuell bei 12,14 und überschreitet damit den Alarmwert von über 10 durchgängig (Corona-Ampel: Rot).
Der Anteil freier Intensivbetten liegt entsprechend den Meldungen der Brandenburger Krankenhäuser landesweit aktuell bei 13,96 Prozent (Corona-Ampel: gelb).
Aktuell mit Stand von Dienstag (10.1.) werden in Brandenburg 521 Personen mit einer bestätigten COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt (kritischer Schwellenwert zur Lagebewertung: 1.000 Behandlungsfälle). Die Inzident liegt im landesweiten Durchschnitt bei 145,2.