Corona: Weitere Teststelle für Reiserückkehrer am Hauptbahnhof in Berlin gestartet

Am Berliner Hauptbahnhof hat eine weitere Covid-19-Teststelle den Betrieb aufgenommen. (Symbolbild)
dpa/Maurizio GambariniSie wird vom Deutschen Roten Kreuz mit Unterstützung der Bundeswehr betrieben. Testen lassen können sich ausschließlich Rückreisende, die keine Corona-Symptome zeigen. Die Tests sind innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenfrei.
Nach der geltenden Berliner Infektionsschutzverordnung müssen Rückreisende, die sich innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem vom Robert-Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuften Land aufgehalten haben, eine 14-tägige Quarantäne einhalten.
Sie sind außerdem verpflichtet, auf Verlangen des zuständigen Gesundheitsamtes einen Covid-19-Test vornehmen zu lassen und das Ergebnis vorzulegen. Bis zum Erhalt des Ergebnisses müssen sie in Quarantäne zu Hause bleiben. Eine zweite Testung nach 5 bis 7 Tagen wird dringend empfohlen. Zu den Risikogebieten gehört seit vergangener Woche auch ganz Spanien samt Mallorca - mit Ausnahme der Kanaren.
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Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte am Montag, sie appelliere an alle, das Risiko für sich und ihre Mitmenschen ernst zu nehmen und auf Reisen in Risikogebiete zu verzichten.
Wie das Deutsche Rote Kreuz am Montag mitteilte, hat es bisher rund 3000 Abstriche am ZOB sowie am Hauptbahnhof während des Testbetriebs am Sonntag gegeben.
Die Teststelle am Zentralen Omnibusbahnhof ist seit Anfang August in Betrieb, dort sind ebenfalls Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld werden die Abstriche vom medizinischen Personal der Charité und des Vivantes-Klinikums vorgenommen.
Gespräche über Zuständigkeit für Tests
Bei der Zuständigkeit für die Covid-19-Teststellen etwa in Berlin sind Änderungen denkbar. „Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Es wird ein nahtloser Übergang gewährleistet“, teilte die Verwaltung am Montag mit. „Übrigens gibt es bundesweit unterschiedliche Träger, wie Hilfsorganisationen, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhäuser oder private Dienstleister.“
Derzeit werden die Abstriche für Tests von Rückkehrern aus Risikogebieten an den Flughäfen Tegel und Schönefeld vom medizinischen Personal der Charité und des Vivantes-Klinikums vorgenommen. Am Zentralen Omnibusbahnhof und am Hauptbahnhof, wo die jüngste Teststelle am Montag in Betrieb gegangen ist, sind Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Einsatz.
Ulrich Frei, im Charité-Vorstand für die Krankenversorgung verantwortlich, sagte dem „Tagesspiegel“ (Montag): „Wir wollen die Arbeit an den Flughäfen in den nächsten vier Wochen jedenfalls an die KV übergeben.“ Die Zeitung zitierte die Kassenärztliche Vereinigung mit der Aussage, der Klärungsprozess mit dem Senat und den Krankenkassen sei noch nicht abgeschlossen.
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