Coronavirus: Senat schickt Berlin in den Shutdown

Eine Frau schaut in einem Supermarkt in Berlin eine fast leere Tiefkühltruhe für Gemüse an. Der Berliner Senat schickt die Stadt in den Shutdown und friert das öffentliche Leben ein.
Christoph Soeder/dpaAb sofort sind alle Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt — ganz gleich, ob öffentlich oder privat. Betroffen sind Clubs und Kneipen ebenso wie Kinos, Spielhallen, Bordelle oder Wettbüros. Nur für Gaststätten soll es Ausnahmen geben.
Für Veranstaltungen bis 50 Personen muss zudem eine Anwesenheitsliste geführt werden. Die Liste muss vier Wochen aufbewahrt werden. Das Gesundheitsamt darf sie einfordern.
Zur Verordnung des Berliner Senats
Restaurants und Gaststätten dürfen unter bestimmten Voraussetzungen offen bleiben: wenn sie Speisen selbst zubereiten und Tische einen Abstand von mindestens 1,5 Meter haben. Raucher–Gaststätten müssen dagegen schließen.
Sportanlagen, Schwimmbäder und Fitnessstudios werden ebenfalls geschlossen. Krankenhäuser dürfen nur noch eingeschränkt besucht werden. Es gibt Ausnahmeregelungen für Patienten unter 16 Jahren. Ihnen soll es erlaubt sein, einmal am Tag für eine Stunde Besuch zu empfangen. Ähnlich strenge Regelungen gelten für Pflegeheimbewohner.
Die Einstellung des Schulbetriebes ab Montag (Oberstufenzentren) bzw. Dienstag (alle anderen Schulen) wurde bereits am Freitag beschlossen.
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