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: Wie das Kulturgut eines ganzen Landes entsorgt wurde

InterviewWie verschwand DDR-Literatur? Carsten Gansel diskutiert das „Diktaturgedächtnis“, erinnert an 80 Millionen entsorgte Bücher und beleuchtet neue ostdeutsche Debatten.
Von
Christina Tilmann
Berlin
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"Bücherpastor" Martin Weskott, Pfarrer der evangelischen Gemeinde im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau, rettete in zehn Jahren 800.000 Bände vor der Müllkippe. Als der 49-Jährige 1991 ein Foto einer Müllkippe in der Nähe von Leipzig gesehen hatte, auf der bergeweise Bücher abgekippt waren, startete er eine einzigartige Initiative und rettete vor allem Bücher aus der ehemaligen DDR. Auch seine Geschichte erzählt Carsten Gansel in seinem Buch.

"Bücherpastor" Martin Weskott, Pfarrer der evangelischen Gemeinde im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau, rettete in zehn Jahren 800.000 Bände vor der Müllkippe. Als der 49-Jährige 1991 ein Foto einer Müllkippe in der Nähe von Leipzig gesehen hatte, auf der bergeweise Bücher abgekippt waren, startete er eine einzigartige Initiative und rettete vor allem Bücher aus der ehemaligen DDR.

Rainer Jensen/dpa