Depot-Filialen schließen: Welche Läden in Brandenburg und Berlin dichtmachen oder bleiben

Welche Depot-Filialen es in Brandenburg und Berlin gibt, welcher Deko-Laden offen bleibt und wie viele Standorte schließen müssen. (Symbolbild)
Daniel Bockwoldt/dpa- Depot-Filialen in Berlin und Brandenburg: Viele schließen, einige bleiben offen.
- Mindestens 27 Filialen in Deutschland werden bis Jahresende geschlossen.
- Rund 50 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, viele werden versetzt.
- Hohe Rohstoffpreise und Inflation belasten das Unternehmen.
- Konkurrenz durch Non-Food-Discounter und Online-Plattformen wie Temu.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Depot gehört zu den beliebten Läden, die man besonders in der Vorweihnachtszeit ansteuert, wenn Deko und Geschenke gekauft werden möchten. Bereits im Sommer wurde bekannt, dass viele der Deko-Läden geschlossen werden.
Welche Depot-Läden es in Berlin und Brandenburg gibt, wie viele Filialen geschlossen werden und welche Filialen offen bleiben in einer Übersicht:
- Depot-Filialen in Berlin und Brandenburg
- Wie viele Läden schließen
- So viele Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit
- Welche Konkurrenten zu groß für Depot sind
- Was für die Zukunft geplant ist
Depot-Filialen in Brandenburg und Berlin
Diese Depot-Filialen gibt es in Berlin und Brandenburg (noch). Doch in Berlin werden zwei Filialen laut Informationen der dpa geschlossen.
Depot in Berlin
- Rathausstraße 6
- Leipziger Platz 12 - 13
- Europaplatz 1
- Frankfurter Allee 111
- Linden-Center: Prerower Platz 1 - diese Filiale wird geschlossen
- Schloßstraße 40
- Marzahner Promenade 1A
- Bahnhofstraße 33 - 38
- Spandau Arcaden: Klosterstraße 3 - diese Filiale wird geschlossen
- Wiltbergstraße 23
Depot in Brandenburg
- Brandenburg an der Havel: Hauptstraße 27
- Cottbus: Spremberger Straße 13 - 15
- Dallgow-Döberitz: Döberitzer Weg 3
- Frankfurt (Oder): Spitzkrugring 1
- Ludwigsfelde: Potsdamer Straße 54h
- Potsdam: Stern-Center 1 - 10 und Babelsberger Straße 16
- A10 Center Wildau: Chausseestraße 1
Deko-Laden schließt: So viele machen deutschlandweit dicht
Der insolvente Deko-Händler Depot schließt bis Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland. Das sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, Christian Gries, der Deutschen Presse-Agentur. 17 seien bereits dichtgemacht worden. Das Filialnetz schrumpft damit auf 285 Geschäfte. Voraussichtlich werden noch weitere geschlossen. Die Verhandlungen mit einigen Vermietern laufen noch. „Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen“, sagte Gries.
Nach eigenen Angaben erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 390 Millionen Euro. Aktuelle Zahlen zu Gewinn oder Verlust nannte Gries nicht. Auch im deutschsprachigen Ausland betreibt Depot Geschäfte. In Österreich verringerte sich das Filialnetz, ebenfalls im Zuge einer Insolvenz, in diesem Jahr von 49 auf 29 Filialen. In der Schweiz sind es 34.
Fünfzig Depot-Mitarbeiter verlieren Jobs
Die meisten betroffenen Mitarbeitenden sollen in andere Filialen versetzt werden. Etwa 50 der zuletzt noch insgesamt 3.350 Beschäftigten verlieren mit der geplanten Schließung der 27 Filialen demnach ihren Job. In der Unternehmenszentrale im unterfränkischen Niedernberg sei die Zahl der Mitarbeiter seit Anfang des Jahres von rund 650 auf 500 verringert worden, heißt es.
Kunden können sich Produkte nicht mehr leisten
Die Rahmenbedingungen haben sich für Händler laut Gries verändert. Rohstoffpreise, Nebenkosten, Containerraten und Mieten seien stark gestiegen. Die Frachtkosten hätten sich innerhalb eines halben Jahres verzehnfacht. So sei es kaum möglich, das bisherige Geschäftsmodell rentabel zu betreiben. Gries räumt jedoch auch Fehler ein. Man habe nicht nur unnötige Überbestände in den Lagern aufgebaut. „Wir haben zu spät gemerkt, dass viele Kunden unter der hohen Inflation ein verändertes Kaufverhalten an den Tag legen.“
Der Einrichtungsfachhandel leidet besonders unter der schlechten Konsumstimmung. Bei langlebigen Gebrauchsgütern kaufen viele Haushalte nur zurückhaltend ein, sagt Sabine Frühwald, Konsumexpertin beim zu YouGov gehörenden Marktforscher Consumer Panel Services GfK. Die Zahl der Käuferhaushalte sei im Vergleich mit 2019 um eine Million zurückgegangen. Der Umsatz der Einrichtungsfachhändler lag im ersten Halbjahr 2024 knapp 14 Prozent niedriger als fünf Jahre zuvor.
Eine kürzlich durchgeführte, repräsentative Appinio-Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Kunden geben an, derzeit weniger Produkte aus dem Bereich Haushalt, Möbel und Einrichtung zu kaufen, da sie es sich nicht mehr leisten könnten.
Action und Temu sind zu starke Konkurrenten
Depot und andere Einzelhändler verloren auch Marktanteile an stark expandierende Non-Food-Discounter wie Action. Weitere Konkurrenz gibt es durch Portale wie den chinesischen Online-Marktplatz-Temu. Gries beklagt dadurch Wettbewerbsnachteile für europäische Händler. „Wir halten die Standards ein und haben eigene Abteilungen für Qualitätssicherung und Lieferkettengesetz. Wenn wir einen Tisch verkaufen, müssen wir nachweisen, in welcher Region der Baum geschlagen wurde.“
Wo Depot Filialen offen bleiben
„Wir müssen besser werden, uns mit einem überraschenden Produkt- und Preismix abheben und wieder mehr Erlebnisshopping bieten.“ Fortsetzen möchte man das „Rooms“-Konzept, bei dem kleine Depot-Shops in größere Flächen anderer Händler integriert sind. Knapp 150 davon in Rewe-, Toom- und Edeka-Märkten bleiben bestehen. Andere, wie unter anderem bei Kaufland, wurden geschlossen.



