Dietmar Woidke (SPD): So feiert der Ministerpräsident von Brandenburg Weihnachten

Freuen sich auf Weihnachten in Familie: Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, und seine Frau Susanne.
Fotos (2): dpa/Collage MMH-Infografik- Dietmar Woidke (SPD) wurde am 11. Dezember 2024 als Ministerpräsident von Brandenburg wiedergewählt.
- Weihnachten feiert er mit seiner Familie in Forst, inklusive Enkel und traditionellem Essen.
- Persönliche Erinnerungen: Einmal bekam er eine Modelleisenbahn als Überraschungsgeschenk.
- Als evangelischer Christ hat Weihnachten für ihn eine tiefe religiöse Bedeutung.
- Woidke wünscht sich Frieden in der Ukraine und blickt auf ein turbulentes Jahr zurück.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weißes Hemd, dunkler Anzug, Glatze und meist ein zugewandtes Lächeln hinter der dunkel gerahmten Brille. So kennen viele Menschen in Brandenburg Dietmar Woidke (SPD), den Mann also, der die Geschicke des Bundeslandes bereits seit 2013 maßgeblich mitbestimmt. Nun erstmals in einer Koalition mit dem BSW. Im zweiten Anlauf hat am 11. Dezember 2024 auch die Wiederwahl zum Ministerpräsidenten geklappt. „Heute ist der Tag, wo die Arbeit richtig beginnt“, hat der 63-Jährige direkt im Anschluss gesagt.
Am Sonnabend (21. Dezember) war Dietmar Woidke noch bei der Gedenkfeier im Magdeburger Dom dabei: „Der Anschlag auf den friedlichen Weihnachtsmarkt ist furchtbar. Dieses Verbrechen macht mich wütend“, erklärte er. Mit Blick auf den Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin vor acht Jahren sagte er: „Die heutigen Nachrichten reißen alte Wunden auf. Es macht mich fassungslos und unendlich traurig.“
Trotz aller Trauer steht Weihnachten bevor. Wie feiert ein Ministerpräsident die besinnliche Zeit? Gehetzt zwischen Terminen, Büro und Familie? Immer mit einem Akten-Stapel in Reichweite? Ganz so wird es nicht ablaufen, verrät Woidke.
Ministerpräsident von Brandenburg – wo feiert Dietmar Woidke Weihnachten?
Das Weihnachtsfest verbringt der Ministerpräsident zu Hause in Forst. „Die ganze Familie kommt zusammen – und auch unser zweijähriger Enkel ist dabei“, betont der stolze Opa. Der kleine Racker war sogar am 11. Dezember im Landtag in Potsdam, um mitzuerleben, wie sein Großvater in die nächste Amtszeit startet und ihn sofort feste zu drücken. Auch Tochter Anne ist auf den Bildern zu sehen. Und Ehefrau Susanne hat an diesem Tag gleich mehrere Küsschen vor laufenden Kameras bekommen.

Susanne Woidke (r.), Ehefrau von Dietmar Woidke, und ihre Tochter Luise sind bei der Ministerpräsidentenwahl im Brandenburger Landtag in Potsdam mit dabei.
Ralf Hirschberger/AFPDoch nun spielt sich das Familienleben in der Lausitz ab. „Ein paar Tage wird freigemacht“, verspricht Woidke. Natürlich auch am Weihnachtsabend. Und da gibt es nicht nur Geschenke, sondern auch deftiges Essen. Heiligabend kommen in Forst traditionell Kartoffelsalat und Bockwurst auf den Tisch. Am 1. Feiertag verspeist die Familie Gänsebraten.
Dietmar Woidke – erst eingeschnappt, dann happy
Und bestimmt wird auch so manche Erinnerung hervorgeholt. Was war für Woidke das Lustigste, was ihm zum Fest mal passiert ist? „Ein Weihnachten werde ich nie vergessen. Ich war vielleicht zehn Jahre alt und in den Wochen zuvor ganz besonders artig gewesen. Unterm Weihnachtsbaum stapelten sich die Pakete für meinen kleinen Bruder.
Für mich aber lag da nur ein bisschen Schokolade. Ich fühlte mich ungerecht behandelt. Etwas später schickten mich meine Eltern unter einem Vorwand ins Kinderzimmer. Mit schlechter Laune öffnete ich die Tür und was sah ich da: eine riesige Modelleisenbahn. Es war der Knaller und ich gerade das glücklichste Kind auf Erden.“
Und worauf freut sich der 1,96 Meter große Mann an Weihnachten am meisten? „Das Schönste an Weihnachten ist das Zusammensein mit der Familie. Der Baum wird vormittags geschmückt. Nur wenige silberne Kugeln, dazu Lametta. Zur Tradition gehört natürlich der gemeinsame Kirchgang. Mit Geschenken halten wir uns zurück – wenig, aber von Herzen“, sagt Woidke. Er lebt in zweiter Ehe mit seiner Frau Susanne zusammen. Jeder hat eine Tochter mit in die Beziehung gebracht. Heute sind Anne und Luise längst selbst erwachsen.
Dietmar Woidke – turbulentes Jahr 2024 in Brandenburg
Für ihn als evangelischen Christen habe Weihnachten eine tiefe religiöse Bedeutung, erklärt der Lausitzer. „Da ist man auch demütig, hält inne – und blickt auf das Jahr zurück.“
Und das war in mancherlei Hinsicht aufregend, wenn man an den extrem knappen Sieg der SPD gegen die AfD bei der Landtagswahl am 22. September denkt. Oder an das Zerbrechen der alten Landesregierung auf den letzten Metern – das mit dem Rausschmiss von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) begann, die bei der Klinikreform anderer Ansicht war.
So ganz lassen sich der Alltag und die Weltpolitik auch zu Weihnachten nicht ausblenden, erst recht nicht nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Zum Fest der Liebe hat sich der Landeschef von Brandenburg zuallererst „gemeinsame Zeit“ mit der Familie gewünscht. Ein Wunsch, den viele haben, kommt aber gleich danach: „Endlich Frieden in der Ukraine. Dieses tägliche Leid schmerzt mich sehr. Dort gibt es kein friedliches Weihnachten“.
Und so stehen auch über den Jahreswechsel 2024/2025 einige dienstliche Themen und Termine in Potsdam an. Dazu gehört die Aufzeichnung der Neujahrsansprache am 30. Dezember 2024.




