Drogen in Brandenburg
: Nach Razzia gegen kriminelle Bande – SEK erneut im Einsatz

UPDATE 31.01., 15:24 Uhr: Nach dem Drogen- und Laborfund vor rund zehn Tagen in Brandenburg sind die Ermittler erneut im Einsatz. Auch das SEK ist im Einsatz.
Von
dpa ,
Joachim Eggers
Berlin/Brandenburg an der Havel
Jetzt in der App anhören

Nach dem Fund von Drogen und Laboren in Brandenburg rücken erneut Fahnder aus. Auch das SEK ist im Einsatz. Gibt es weitere Drogenverstecke? (Archivbild)

Sven Kaeuler/tnn/dpa
  • Polizei und Zollfahnder finden Drogenlabor bei Razzia in Brandenburg.
  • Einsatz gegen Bande wegen Verdacht auf millionenschwere Steuerhinterziehung.
  • Gefundene Drogen: mehrere Kilos synthetisches Rauchgift.
  • Durchsuchung von zehn Objekten, darunter Villa in Berlin-Grunewald.
  • Acht Verdächtige im Alter von 28 bis 62 Jahren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einer Razzia gegen eine kriminelle Bande in Berlin und Brandenburg ist ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei bei der Suche nach möglichen weiteren Drogenverstecken ausgerückt.

Die Ermittler hatten Hinweise erhalten, dass auf zwei Grundstücken im brandenburgischen Ort Brielow noch Rauschgift versteckt sein soll, wie ein Sprecher des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg am Nachmittag sagte. Zuvor berichtete die Berliner B.Z.“.

Razzia gegen kriminelle Bande – Drogenlabor entdeckt

Bei einer Razzia gegen eine kriminelle Bande wegen Verdachts der Steuerhinterziehung im Millionenbereich haben Polizei und Zollfahnder vor rund zehn Tagen ein Drogenlabor nahe Brandenburg an der Havel entdeckt. Es waren rund 230 Einsatzkräfte ausgerückt, um zehn Objekte in Berlin und Brandenburg zu durchsuchen. Gegen die verdächtige Gruppierung wird seit längerem ermittelt.

Da bei der Durchsuchungsaktion auf einem Anwesen auch Munition gefunden wurde, die keiner Waffe zuzuordnen war, rückte zur Eigensicherung der Einsatzkräfte das SEK Brandenburg mit aus, wie der Sprecher sagte.

Razzia in Bad Saarow und Storkow: Das wurde beschlagnahmt

In der Edisonstraße in Bad Saarow und in der Kummersdorfer Hauptstraße in Storkow wurden bei der Razzia vor rund zehn Tagen USB-Sticks, Mobiltelefone und Bargeld gefunden und beschlagnahmt, berichtete Nath.

Bei dem Bargeld, das in beiden Objekten gefunden wurde, hat es sich um fünfstellige Summen gehandelt. Die Adressen seien im Rahmen der Ermittlungsarbeit ausfindig gemacht worden, es handele sich um Wohn- bzw. Geschäftsadressen von Tatverdächtigen.

Drogenlabor in Lagerhalle in Brandenburg gefunden

Auf einem Gehöft in der brandenburgischen Gemeinde Betzsee nahe Brandenburg an der Havel stießen die Ermittler in einer Lagerhalle auf ein illegales Drogenlabor. Der Sprecher des Zollfahndungsamtes sprach von einem wichtigen Zufallsfund. Mehr als 20 Kilogramm synthetisches Rauchgift seien sichergestellt worden, sagte Lanninger ersten Erkenntnisse zufolge. Zudem fanden die Einsatzkräfte auch eine kleinere Anlage zur Zigaretten-Herstellung.

Nach vorsichtigen Schätzungen aus Ermittlerkreisen könnte es einen Straßenverkaufswert von mindestens 200.000 Euro haben, wenn es sich etwa um Ecstasy handeln sollte. Zunächst war aber unklar, welche Drogen dort hergestellt wurden.

Eine zweite Anlage zur Drogenherstellung sei noch verpackt und nicht in Betrieb gewesen, sagte Lanninger. Zudem fanden die Einsatzkräfte dort mehrere kleinere Anlagen zur Zigaretten-Herstellung. „Wir waren aber überrascht, dass wir wenig Zigaretten gefunden haben“, sagte der Sprecher. Es könne gut sein, dass die Tätergruppierung in verschiedenen Deliktsfeldern aktiv sei.

Ein Verdächtiger wurde bei der Razzia festgenommen

Nach der Razzia vor rund zehn Tagen war Haftbefehl gegen einen 37-Jährigen ergangen, der in Untersuchungshaft kam. In einer Garage in Brielow fanden die Einsatzkräfte neben Drogenlaboren auch mehr als 21 Kilogramm mutmaßliches Amphetamin und weitere Substanzen. Die Ermittlungen richteten sich gegen neun Beschuldigte, teile die Polizei auf der Plattform X.