In Brandenburg werden voraussichtlich rund 35 000 Menschen von einem einmaligen Heizkostenzuschuss des Bundes zur Entlastung der hohen Energiepreise profitieren. Die Empfängerinnen und Empfänger von Wohngeld sollten voraussichtlich ab Ende September mindestens 270 Euro erhalten, die Bezieher von Bafög sowie Teilnehmer von Aufstiegsfortbildungen mindestens 230 Euro, kündigte die Staatskanzlei am Mittwoch in Potsdam an.
Das rot-schwarz-grüne Kabinett beschloss am Dienstag eine entsprechende Verordnung. Der Zuschuss ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung.
Den Heizkostenzuschuss bekommen rund 26 000 Haushalte, die in der Heizperiode zwischen Oktober 2021 und März dieses Jahres mindestens einen Monat lang Wohngeld bezogen haben. Dafür ist kein Antrag nötig. Wer allein lebt, erhält einmal 270 Euro, zwei Haushaltsmitglieder erhalten 350 Euro und an jedes weitere Mitglied gehen zusätzlich 70 Euro. Rund 3300 Schülerinnen, Schüler, Studentinnen und Studenten sowie 2700 Fortbildungsteilnehmer bekommen 230 Euro.
Bauminister Guido Beermann (CDU) forderte angesichts steigender Energiepreise eine weitere Entlastung durch den Bund. Der Heizkostenzuschuss dürfe keine einmalige Finanzspritze bleiben, sagte Beermann. „Gerade angesichts der aktuellen Energiepreiskrise ist es umso wichtiger, die Menschen, die es am meisten benötigen, zu unterstützen. Hier muss jetzt der Bund schnell und unbürokratisch handeln.“