Eröffnung
: So soll der Start am neuen Flughafen BER ablaufen

Am 1. November gegen 6 Uhr soll das erste Flugzeug vom BER abheben - mit acht Jahren Verspätung.
Von
Mathias Hausding
Schönefeld
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Die Zuversicht der Verantwortlichen ist groß, dass der neue Flughafen BER planmäßig eröffnet werden kann. Zuletzt wurden noch diverse Abläufe in den Terminals getestet.

Patrick Pleul/dpa

Aber diesmal soll es wirklich klappen. "Wir sind sehr gut vorbereitet. Das Gebäude ist von den Behörden technisch abgenommen“, sagt BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup.

Noch 132 Mängel zu bearbeiten

Einst war von über 200.000 Mängeln die Rede. „Aktuell sind es noch 132 Mängel“, berichtet Lütke Daldrup. Dabei handele es sich vor allem um Schönheitsfehler wie Schrammen in Türen, noch fehlende Steckdosen oder aus der Decke hängende Kabel. Allein in den vergangenen Wochen habe man noch einmal fast 700 Mängel abgearbeitet.

In kleiner Runde hat der Flughafenchef in dieser Woche auch erstmals Details über die Umzugs-Chronologie verraten. Demnach soll die erste planmäßige S-Bahn zum neuen Flughafenbahnhof unter dem Terminal 1 bereits am 25. Oktober fahren. Ab dem Nachmittag des 31. Oktober werden dann am BER die ersten landenden Flugzeuge begrüßt. Eine Party soll es schon wegen Corona nicht geben.

Easyjet macht beim Umzug der Airlines von Tegel nach Schönefeld den Anfang. Einer Maschine der britischen Fluggesellschaft ist laut Lütke Daldrup auch der erste Start vom neu eröffneten Airport vorbehalten – und zwar am 1. November gegen 6 Uhr.

Airlines ziehen von Tegel zum BER

In der zweiten von drei Umzugswellen wechseln am 3. und 4. November viele kleinere und mittelgroße Airlines von Tegel zum BER. Damit werde dann auch die Südbahn am neuen Großflughafen eröffnet. Den Abschluss der Umzugswoche bilden am 7. November die Flugzeuge der Lufthansa und ihrer Töchter-Airlines. Am 8. November werde es im Rahmen der Verabschiedung vom Airport Tegel dort noch einen letzten Flug geben.

Die Umzugslogistik bereitet dem Flughafenchef nach eigenen Angaben wenig Kopfzerbrechen. Anders als bei der dann geplatzten Eröffnung 2012 habe man schon früh entschieden, nicht an einem Tag komplett umzuziehen, sondern innerhalb von einer Woche. Hinzu kommt, dass coronabedingt deutlich weniger Flugverkehr als üblich zu erwarten ist.

Eine ebenfalls 2012 erwogene Autobahnsperrung für den Technik-Umzug sei nicht erforderlich, betont Lütke Daldrup. Nachts seien die Straßen weitgehend frei. Die Busse des Tegeler Flughafens werden über die Autobahn nach Schönefeld gelenkt, Flugzeugtreppen und Reisetrolleys müssten hingegen verladen werden. Hinzu komme der Umzug von rund 400 Mitarbeitern der Flughafengesellschaft samt ihrer Spinde sowie der Wechsel von Werkstätten und Airline-Büros zum BER.