Eskalierende Gefahrenlage
: Brandenburger Feuerwehren trainieren das Löschen von Zügen am Flughafen BER in Schönefeld

Sollte es am Flughafen BER zu einem größeren Unglück kommen, wären auch Feuerwehren in ferneren Teilen von Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming gefragt. In den kommenden Tagen wird in Schönefeld für diesen Ernstfall geübt.
Von
Mathias Hausding
Schönefeld
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Bereits im August dieses Jahres gab es eine große Notfallübung am BER. Nun treffen sich Feuerwehrleute aus mehreren Landkreisen am Flughafen, um die Brandbekämpfung an Zügen zu testen.

Christophe Gateau/dpa

Am künftigen Großflughafen BER in Schönefeld üben in den kommenden Tagen Feuerwehrleute aus mehreren Landkreisen das Löschen von Zügen. Insgesamt 70 Brandbekämpfer aus den Kreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming sind vor Ort, wie Andreas Klupsch, Chef der Flughafenfeuerwehr, berichtet. Es gehe darum, das taktische Verhalten bei einem solchen Einsatz zu trainieren. Hintergrund sei das mögliche Szenario einer immer weiter eskalierenden Gefahrenlage an dem Flughafen. Dafür werde ein zu löschender Zug auf jenes Gleis gesetzt, das zum BER-Tanklager führt.

In der zu probenden dritten Alarmierungsstufe würden auch Feuerwehren aus dem weiteren Umkreis zum BER ausrücken, erklärt Klupsch. Benötige die Flughafenfeuerwehr bei einer besonderen Lage Hilfe, würden in der ersten Alarmierung zunächst Einsatzkräfte aus dem unmittelbaren Airportumfeld in Dahme-Spreewald in Marsch gesetzt werden. In der zweiten Alarmierungsstufe kämen Feuerwehren aus näheren Gebieten in Teltow-Fläming hinzu, und in der dritten Stufe schließlich auch Brandbekämpfer aus noch etwas ferneren Kommunen.