Essen in Brandenburg: Scharfe Begleiter für Fleisch und Pizza - Chilisaucen im Test

Kann man die Schärfe einer Chili von außen erkennen? Die „Carolina Reaper“ (im Vordergrund) gilt als eine der schärfsten Sorten der Welt – und sieht schon ein wenig unbequem aus. Im Podcast „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ standen aber Produkte im Vordergrund, die nicht nur scharf sind.
Sandra Ketterer- Im Foodie-Podcast werden Chili-Soßen und -Öle kleiner Hersteller getestet.
- Fokus liegt auf Produkten aus Berlin, Anlass war das Chili-Fest in Berlin.
- Chimichurri Crisp: milde Kräutermarinade mit Röstzwiebeln, passt etwa zu Rindfleisch.
- Crispy Chili Oil: knoblauchbetont, vielseitig für Fleisch oder Ofengemüse, Schärfe baut sich auf.
- Snakebite Chilli Oil: sehr scharf mit Timurpfeffer, zitronige Note – wohldosiert nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Scharf essen ist in der klassischen Brandenburger und Küche nicht vorgesehen. Bei Kartoffeln mit Leinöl und Quark, Rouladen oder Schnitzel steht Chili nicht auf der Zutatenliste. Gleiches gilt von Berlin, wenn man mal von einigen Imbissen, die sehr scharfe Soßen zur Currywurst reichen, absieht.
Trotzdem entwickelt sich in Berlin ein Markt für Soßen, Dips und Öle mit Chilis, die Alternativen zu großen Herstellern von Ketchup und Grillsoßen bieten. Mit individuellen Produkten, handgemacht und ohne Zusätze, gehen sie auf Märkte und in Onlineshops.
Grund genug für unsere Food-Reporterinnen Elisabeth Voigt und Sandra Ketterer, im Podcast „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ einige von ihnen zu testen. Anlass war das Chili-Fest in Berlin.
Essen und Kochen mit Schärfekick – was bringen die Chilisoßen?
Der Podcast erscheint alle zwei Wochen, immer donnerstags, auf allen relevanten Podcast-Plattformen. Im Podcast haben sie unter anderem folgende drei Produkte verkostet:
Chimichurri Crisp von Instant Upgrade Spices aus Berlin: Chimichurri ist eine kalte Soße mit Kräutern, die normalerweise zu Fleisch gereicht wird. Sie kann auch als Marinade genutzt werden. Gründerin Martina Wastl hat Röstzwiebeln untergemischt, die auch im Öl knusprig bleiben. Die Mischung in Öl wurde als mild angekündigt, was unsere Testerinnen bestätigen. „Ich schmecke vor allem Zwiebeln und die Kräuter“, sagt Elisabeth Voigt.
Urteil der Testerinnen: Eine vergleichsweise milde Kräutermarinade oder -soße, die sicher gut etwa zu Rindfleisch passt. Für alle diejenigen, die es nicht sonderlich scharf mögen, aber mal etwas anderes als die übliche Kräuterbutter zum Grillen nutzen wollen.
Crispy Chili Oil von Teig & Füllung aus Berlin: Der Trend zu einem Öl, das mit Chilis und vielen weiteren Gewürzen aromatisiert wird und knusprige Zutaten enthält, ging vor einigen Jahren viral. „Ich schmecke definitiv den Knoblauch“, sagt Sandra Ketterer. Auch weitere intensive Aromen schmeckt sie heraus. Sie tippt auf Ingwer und Sternanis.

Fünf Chili-Öle und -Soßen kleiner Hersteller aus Berlin und anderen Orten haben Elisabeth Voigt und Sandra Ketterer im Podcast-Studio in Frankfurt (Oder) getestet.
Annika FunkFür Elisabeth Voigt eine Möglichkeit, Gegrilltes zu garnieren: „Das muss nicht Fleisch sein, ich kann mir das auch toll über Wurzelgemüse aus dem Backofen vorstellen.“ Die Schärfe entwickelt sich langsam, aber präsent im Mund, natürlich auch abhängig davon, wieviele Chilikerne man aus dem Glas löffelt.
Das Urteil der Testerinnen: ein vielseitiges Geschmackserlebnis, das viele Gerichte verfeinern kann. Nutzerinnen und Nutzer sollten eine gewisse Schärfe mögen.
Snakebite Chilli Oil von Momo Haus aus Berlin: Zwei Zutaten stehen bei diesem Öl des nepalesischen Restaurants im Vordergrund, zum einen Timurpfeffer aus dem Himalaya, zum anderen die Chili. Es ist das schärfste Öl im Test und wird im Restaurant zu landestypischen gefüllten Teigtaschen serviert.
Das Urteil der Testerinnen: Interessante Kombination aus Schärfe und leicht zitronigem Aroma des besonderen Pfeffers. Menschen, die eher schärfeempfindlich sind, sollten es wohldosiert verwenden.
Die neue Episode zu Chili und auch alle anderen Folgen unseres Podcasts „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ sind unter anderem zu finden auf Spotify, Apple Podcasts oder Podimo.