Essen in Berlin-Spandau: Neues indisches Restaurant – das erwartet die Gäste

Neues indisches Restaurant in Spandau: Das Swadishta will seine Gäste mit authentischer Küche überzeugen. Wir haben das Restaurant getestet.
Jessica NeumayerIn großen roten Buchstaben steht das Wort „Neueröffnung“ an der Fensterfront. Freunde der indischen Küche finden ab sofort in Siemensstadt einen neuen Ort zum Speisen. Vor allem das Mittagsmenü überzeugt. Doch das Restaurant hat noch mehr zu bieten. Ein Testessen.
„Swadishta“ heißt das neu eröffnete Restaurant im Spandauer Ortsteil. Seit Anfang Juni ist es im Quellweg 23 zu finden. Der Name kommt aus dem Hindi und bedeutet soviel wie „lecker“. Ob der Name dem Restaurant gerecht wird, gilt es herauszufinden.
Indisch essen in Spandau – überraschende Vorspeisen
Nach einer freundlichen Begrüßung bietet ein Kellner passend zum sonnigen Mittag einen Tisch im Außenbereich an. Acht Tische stehen den Gästen draußen zur Verfügung. Weitere elf mahagonifarbene Holztische befinden sich im überschaubaren Innenbereich.
Geranien und Lichterketten schmücken die begrenzenden Stellwände der ebenerdigen Terrasse und lassen die gleich danebenliegende Straßen im Hinterkopf verschwinden. Die Korbstühle sind teilweise mit Kissen gepolstert. Kunststofftische in gelblicher Marmoroptik, mit Dekoblumen aus Plastik, gewinnen keinen Einrichtungspreis, aber wirken praktisch und sauber.

Das indische Restaurant Swadishta im Spandauer Ortsteil Siemensstadt überzeugt durch schnellen und guten Service. Zum Mittagsmenü gibt es als Vorspeise ein kleines Bhatura und eine Suppe dazu.
Jessica NeumayerDie Bestellung wird prompt aufgenommen. Ehe genug Zeit bleibt, die dezente Dekoration von roten Lampions und vereinzelten Statuen anzuschauen, wird auch schon eine Vorspeise serviert, die beim bestelltem Mittagsmenü inklusive ist. Im Gegensatz zum sonstigen Standard ist es kein trockenes Naanbrot mit verschiedenen Saucen. Aufgetischt werden ein Mini-Bhatura (frittiertes Brot) und eine kleine Schüssel Linsensuppe.
Am Nebentische sitzt eine Gruppe von vier Männern, an einem weiteren Tisch zwei Frauen, die ebenfalls das Mittagsangebot ab 7,50 Euro nutzen. Ohne lange Wartezeit wird das bestellte Palak Paneer aufgetischt.
Der indischen Rahmenkäse mit Spinat wird in einer Schüssel serviert. Dazu gibt es in einer weiteren Schüssel bissfesten, duftenden Reis. Milder Rahmkäse, mit der richtigen Konsistenz – sodass er beim Draufbeißen zwischen den Zähnen quietscht, aber nicht zerbröselt – gebettet im gut gewürzten, aber nicht zu scharfen Spinat. In Kombination mit einem kleinen Mango-Lassi für 2,50 Euro ein einfaches und durchaus leckeres Menü für insgesamt etwas mehr als zehn Euro.
Paneer, Sabji und Dal-Spezialitäten in Spandau genießen
Die Größe der zwei Schüsseln lässt anfangs Zweifel aufkommen, ob die Portion ausreichend ist, um satt zu werden. Doch das Auge trügt. Schon die Hälfte des Menüs ist so füllend, dass nicht mehr der Hunger, sondern der Appetit dafür sorgt, dass der Teller leer wird.

Hauptgang im Mittagsmenü: Palak Paneer – indischer Rahmkäse mit Spinat. Insgesamt hat Vorspeise, Hauptspeise und Getränk etwas mehr als zehn Euro gekostet.
Jessica NeumayerSwadishta hat nicht nur verschiedenen Sorten Paneer-, Sabji- und Dal-Spezials zum Mittagstisch zu bieten. Die Damen am Nachbartisch loben die Auswahl indischer Chaat – sogenanntes „Indian Streetfood“. Puri Bällchen gefüllt mit Kartoffeln, süßem Joghurt, Koriander und Minz-Chutney für 7,90 Euro und die hausgemachten Papadi mit Kartoffel, Joghurt, Koriander- und Tamarind-Chutney für 7,50 Euro.
Indische Küche mit vegetarischer und veganer Tradition
Eines ist auffällig beim Durchschauen der Speisekarte. Alle Speisen sind vegetarisch oder vegan. Das habe bei indischem Essen Tradition, heißt es auf der Speisekarte: „Lange bevor der Vegetarismus im Westen populär wurde, experimentierte Indien ausgiebig mit Gemüse und kreierte Gerichte, die gesund und lecker sind.“
Die fleischlose Küche sei für manche Besucher erstmal eine Überraschung, verrät der Kellner. Dass das Konzept jedoch aufgeht, wird daran deutlich, dass das neue Restaurant in Spandau schon die zweite Swadishta-Filiale in Berlin ist. Eine weitere befinden sich in Schöneberg am Nollendorfplatz.
Das Swadishta zeigt sich als Restaurant, in dem gut und günstig gespeist werden kann. Das teuerste Menü auf der Karte ist das „Swadishta Special Thali“ für 19,90 Euro. Eine Speise, die vom Koch täglich neu zusammengestellt wird.
Neben dem Essen gibt es auch eine Auswahl von 28 Cocktails und Longdrinks für im Schnitt 6,90 Euro. Somit hat das Restaurant nicht nur zum Mittag, sondern auch nach Feierabend etwas zu bieten. Neben der Auswahl an Speisen und Cocktails für den kleinen Geldbeutel bietet das Swadishta auch ein Catering an.

