Der Umbau der Energieversorgung in Polen bietet deutschen Firmen nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg wachsende Chancen.

EU unterstützt Ausbau

So wird der Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen des „Green Deal“-Programms der EU unterstützt, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Damit seien in Polen vor allem Unternehmen gefragt, die Photovoltaik-, Biogas- oder Energiespeicheranlagen mit führenden Technologien planen und umsetzen können. Das habe die erste Deutsch-Polnische Energiekonferenz der Metropolregion Stettin (Szczecin) ergeben, zu der sich 80 Fachleute aus Ostbrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Polen in der polnischen Großstadt getroffen hatten.
Als Beispiel nannte Haasch die Torgelower Firmengruppe MeLe, die auch in anderen Ländern moderne Biogasanlagen plant und baut. In solchen Anlagen werden unter anderem Mais, aber auch Gülle und andere Reststoffe aus der Agrarwirtschaft zur Energiegewinnung verwendet und aus den Reststoffen wird Dünger gewonnen.

Polen muss von Kohle auf erneuerbare Energien umsteigen

Polens Energieversorgung hänge noch zu 75 bis 80 Prozent von Kohle ab, erläuterte Haasch. Bis 2049 wolle das Nachbarland aber aus Kohle aussteigen, weshalb viele Anlagen mit erneuerbaren Energien entstehen könnten. Dazu setze Polen auf Flüssiggas, wofür in Swinemünde (Swinoujscie) ein Gasterminal für Tankschiffe entstand. Die IHK vertritt 25 000 Firmen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns.