Fall Rebecca: Suche von Polizei und THW am See vorerst beendet

Die Suche geht weiter: Beamte der Kriminalpolizei stehen während der Suche nach Rebecca an einem Waldgebiet.
dpa/Patrick Pleul25 Leute seien insgesamt dort im Einsatz gewesen, so die Polizei: zwölf vom THW, außerdem Mitglieder der Mordkommission, Kriminaltechniker und Hundeführer mit drei Leichenspürhunden sowie einem weiteren Suchhund. Das THW habe „Spezialtechnik“ mitgebracht, sagte eine Sprecherin der Polizei am Nachmittag. Dazu sage man aber nichts. „Es geht jetzt darum, sich auszutauschen und zu sehen, wo kann man noch mal intensiv suchen. Da hat das THW andere Erfahrungen als unsere Leute.“
Die THW-Männer waren zeitweise mit Schaufeln und Rechen am und im Wald bei dem Ort Rieplos unterwegs. Dort bauten sie am Nachmittag auch eine Art kleinen Pavillon auf. Das Technische Hilfswerk (THW) sollte nach dpa-Informationen auch Boote für den Einsatz auf dem See dabei haben, die Polizei bestätigte das jedoch nicht. Klar sei aber, dass der See in die Suche miteinbezogen werden müsse, hieß es.
Bereits von Donnerstag bis Sonnabend hatten eine Hundertschaft Polizisten sowie Experten mit Leichensuchhunden einen Wald bei dem Ort Kummersdorf im Landkreis Oder-Spree durchkämmt. Gefunden wurde allerdings nichts.
Hinweise aus der Bevölkerung sollen in die Gegend nahe der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) geführt haben. Das Auto des verdächtigen Schwagers des 15-jährigen Mädchens war am Tag des Verschwindens und am Tag danach auf der Autobahn erfasst worden.
Rebecca war vor rund drei Wochen verschwunden. Zuletzt war sie in der Wohnung ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht verließ und dort getötet wurde. Weil das Auto des Schwagers an diesem und dem darauffolgenden Tag auf der Autobahn registriert wurde, bat die Polizei um Hinweise, die zu Hunderten eingingen. Die Bevölkerung verfolgt die Suche nach Rebecca mit gemischten Gefühlen. „Es beschäftigt mich als Bürger, meine Kinder spielen im Wald, habe es durch die Medien erfahren, dass hier wieder gesucht“, sagt ein 51-jähriger Familienvater aus Wolzig.