Flüchtlinge in Spandau: Nach Erweiterung – so sind die Unterkünfte ausgelastet

Flüchtlinge auf dem Weg zu einer Unterkunft. In Spandau sind jüngst Erweiterungsbauten eröffnet worden, die sich nach und nach füllen. Wie steht es um die Auslastung?
Patrick Pleul/dpa- In Berlin-Spandau wurden neue Unterkünfte für Flüchtlinge eröffnet, um die Kapazität zu erhöhen.
- Die Unterkunft am Askanierring bietet Platz für 560 Menschen, aktuell leben dort 512.
- In der Unterkunft Freiheit 11 sind 662 von 806 Plätzen belegt.
- Spandau beherbergt 7,93% der Berliner Flüchtlinge, aktuell 2872 Menschen.
- Weitere Unterkünfte sind geplant, um den zukünftigen Bedarf zu decken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Spandau steht bei der Unterbringung von Flüchtlingen vor großen Herausforderungen. Die Zahlen sind nach Angaben des Spandauer Bezirksamtes aktuell zwar moderat. Dennoch warteten noch viele Menschen in den großen Notunterkünften Tempelhof und Tegel, aber auch in den eigens angemieteten Hostels auf eine geeignete Unterbringung. Auch für die kommenden Jahre bedeutet das: Die Kapazitäten müssen weiter ausgebaut werden.
Aktuell sind dank der jüngst eröffneten Kapazitätserweiterungen am Askanierring und an der Freiheit noch Plätze frei. Diese sollen sukzessive belegt werden. Das sagte der Leiter der Stabsstelle Integration, Martin Peters, bei der Sitzung des Ausschusses für Partizipation und Integration am Montag (11. November).
Unterkünfte für Flüchtlinge in Spandau – die Situation
Die beiden Erweiterungen stehen seit September 2024 zur Verfügung. Ursprünglich ausgelegt war die Unterkunft am Askanierring für rund 560 Menschen, aktuell leben dort 512.
Die niedrigere Belegungszahl ist vor allem in den Familienstrukturen begründet. Zieht beispielsweise eine fünfköpfige Familie in eine Wohneinheit für sechs Personen, so bleibt zwangsläufig ein Platz frei.
In der Unterkunft Freiheit 11, in der im September ein zweiter Gebäudeteil als Erweiterung eröffnet worden war, sind inzwischen 662 Plätze belegt. Zur Verfügung stehen 806.
Insgesamt gebe es noch freie Kapazitäten in fast allen Spandauer Unterkünften, sagte Peters. Die Herausforderungen seien im Bereich der Unterkünfte weiterhin gegeben und sehr groß, auch wenn die allgemeinen Ankunftszahlen derzeit auf moderaten bis niedrigen Niveau klassifiziert würden.
Spandau: Flüchtlinge aus anderen Bezirken zogen ein
Spandau hatte versucht, Einfluss auf die Auswahl der unterzubringenden Flüchtlinge zu nehmen. So sollten in den Erweiterungsbau Askanierring insbesondere Menschen aus anderen Spandauer Unterkünften ziehen. Entsprechende Gespräche zwischen dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und der Stabsstelle Integration hatten Erfolg: 308 Menschen, die vorher schon in Spandau – etwa in der Spandauer Straße oder am Oberhafen – gelebt hatten, konnten dort untergebracht werden.
In die Unterkunft Freiheit 11 sind vor allem Flüchtlinge aus den Notunterkünften an den ehemaligen Flughäfen Tempelhof und Tegel eingezogen.
In Spandau gibt es aktuell insgesamt zehn Unterkünfte. Weitere sollen hinzukommen. Auf den Bezirk entfallen 7,93 Prozent der Flüchtlinge in Berlin. Konkret sind das 2872 Menschen, die in Spandau untergebracht wurden (Stand: 11. November 2024).

