Mit Beginn der Frühschicht sind am Hauptstadtflughafen BER die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in einen eintägigen Warnstreik getreten. Der Flugverkehr sei sehr, sehr eingeschränkt, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Helge Biering. Rund 210 Sicherheitsleute hatten sich den Angaben zufolge nach Beginn des Ausstandes am Dienstagmorgen um 4.00 Uhr im Flughafengebäude und auf dem Willy-Brand-Platz davor versammelt. Von den mehr als 30 Abfertigungslinien seien nur zwei in Betrieb. Gegen 8.00 Uhr plant die Gewerkschaft eine Demonstration durch das Flughafenterminal mit anschließender Kundgebung.
„Wir erwarten erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr“, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft am Montag. Fluggäste sollten sich vorab bei ihrer Fluggesellschaft informieren, ob der Flug stattfindet. Am Flughafen sollten Passagiere mehr Zeit einplanen.
Im Tarifkonflikt der Flughafen- Sicherheitsbranche hat die Gewerkschaft Verdi für Dienstag zu einem nahezu flächendeckenden Warnstreik aufgerufen. An den Flughäfen Frankfurt, Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn sollen die Kontrolleure den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte.
Erst in der vergangenen Woche hatte es einen Warnstreik am BER in Schönefeld gegeben. Am Montag wurden nach Betreiberangaben zwei Drittel aller Abflüge gestrichen.
Flughafen BER in Schönefeld Weiteres Terminal geht in Betrieb

Schönefeld

Die vierte Runde der Tarifverhandlungen am Mittwoch und Donnerstag blieb dennoch ohne Ergebnis. Ein erneuter Verhandlungstermin ist für diesen Donnerstag vereinbart. Verdi fordert unter anderem, den Stundenlohn für die Luftsicherheitsdienste um mindestens einen Euro pro Stunde zu erhöhen sowie die Löhne regional anzugleichen.