"Ich teile den Optimismus. Wenn alle Genehmigungen vorhanden sind, kann diese Ansiedlung einen Sogeffekt für ganz Ostbrandenburg auslösen", erklärte die 39-Jährige am Sonntag am Rande des ZDF-"Sommerinterviews" in Frankfurt (Oder) auf MOZ-Nachfrage. Allerdings sei Tesla auch nach Brandenburg gekommen, weil es hier viele erneuerbare Energien gebe. "Der weitere Ausbau ist also eine Voraussetzung für weitere Ansiedlungen von Unternehmen und damit die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen", so Baerbock. Hier sei die Bundesregierung gefragt. "Sie legt aber gerade der Windbranche wirklich Steine in den Weg", kritisierte die Co-Vorsitzende der Grünen.
Mit Blick auf die wieder steigende Zahl an Corona-Fällen forderte sie eine klare Prioritätensetzung. Bereiche, in denen es bisher keine Beschränkungen gab, aber von denen verstärkt Infektionen ausgehen – wie Familienfeiern – müssten jetzt besonders im Blick behalten werden. "Es gilt, alles daran zu setzen, dass Schulen und Kindergärten geöffnet sind."
Gegenüber der MOZ unterstrich Annalena Baerbock den Führungsanspruch der Grünen nach der Bundestagswahl 2021. "Die CDU hat kein Abo aufs Kanzleramt." Wahlkampf allerdings sei erst im nächsten Jahr. "Jetzt ist die Zeit, die Corona-Krise und Wirtschaftskrise zu bekämpfen."