Eine mutmaßliche Protestaktion hat am Dienstag bei Erkner (Oder-Spree) zu einer Sperrung des Berliner Autobahnrings geführt. Der Verkehr auf der A10 in beiden Fahrtrichtung gestoppt worden, weil Menschen an einer Brücke über der Autobahn hingen, sagte ein Polizeisprecher. Die Sperrung der A10 liegt zwischen Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) und dem Dreieck Spreeau (Oder-Spree) vor. Es habe sich ein Stau gebildet.
Update 17.44 Uhr: Die Polizei hat die A10 wieder vollständig freigegeben. Es gibt laut ADAC aber immer noch Stau ab dem Schönefelder Kreuz bis Freienbrink. Zudem gab es im weiteren Verlauf Richtung Dreieck Spreeau einen Unfall. Es kommt auch dort zu Verkehrsbehinderungen.
Update 15:40 Uhr: Mittlerweile ist die A10 ab Freienbrink Richtung Erkner, Rüdersdorf und Berlin-Marzahn wieder freigegeben.

Weitere Protestaktionen rund um den Delivery Day

Klimaaktivisten der Gruppen Sand im Getriebe, Ende Gelände und Extinction Rebellion protestierten ebenfalls gegen die „Gigafactory“ und blockierten nach eigenen Angaben ein Werkstor. Sie kritisieren, die neue Fabrik gefährde die Wasserversorgung in Brandenburg und Berlin. Zudem sei es nicht sinnvoll, Autos mit Verbrennungsmotor durch Elektroautos zu ersetzen. „Was wir stattdessen brauchen, sind kollektive Formen der Mobilität, ein ticketfreier und gut ausgebauter ÖPNV, vor allem auf dem Land, sowie ein Umbau der Autoindustrie, gemeinsam mit den Beschäftigten“, hieß es in einer Mitteilung.

Aktivisten von Brücke abgeseilt

In sozialen Medien war von einer Abseilaktion die Rede, die sich gegen die neue Tesla-Autofabrik richte. Das Werk sollte am Dienstag eröffnet werden.
Laut einer Pressemitteilung handle es sich um KlimaktivistInnen, die „...anlässlich der Eröffnung des Berliner Tesla-Werks gegen Elektroautos und für eine echte Verkehrswende [...] protestieren.“ Neben dieser Kritik verwiesen die AktivistInnen auch auf die anhaltende Kritik seit Baubekanntgabe des Tesla-Fabrik in Grünheide und die Diskussionen um deren Wasserverbrauch.

Rettungskräfte aus Berlin und Brandenburg

Gegen 12:30 Uhr wurden an zwei Schilderbrücken an der  A10 mehrere Personen gesichtet, die an Seilen über die Autobahn hingen. In beiden Fahrtrichtungen beteiligten sich jeweils fünf Personen an dieser Form des Protestes. Zwei von ihnen hingen dann in Fahrtrichtung Süd über der Autobahn, während es in der Gegenrichtung des gesamte Quintett war, so ein Sprecher der Polizei
Daraufhin musste die BAB 10 voll gesperrt werden, was zu Staus auch auf den Umleitungsstrecken führte. Letztlich konnten alle Protestierenden von den Brücken heruntergeholt werden. Gegen sie ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eröffnet worden.
Die Polizei machte keine Angaben zu Zielen der Aktion auf der Brücke. Nach MOZ-Informationen war auch die Feuerwehr aus Erkner im Einsatz und leistet Amtshilfe.
Um die Teilnehmenden der Protestaktion von der Brücke zu geleiten, waren die Höhenretter der Berliner Polizei im Einsatz.

Weitere Protestaktionen rund um den Delivery Day

Klimaaktivisten der Gruppen Sand im Getriebe, Ende Gelände und Extinction Rebellion protestierten ebenfalls gegen die „Gigafactory“ und blockierten nach eigenen Angaben ein Werkstor. Sie kritisieren, die neue Fabrik gefährde die Wasserversorgung in Brandenburg und Berlin. Zudem sei es nicht sinnvoll, Autos mit Verbrennungsmotor durch Elektroautos zu ersetzen. „Was wir stattdessen brauchen, sind kollektive Formen der Mobilität, ein ticketfreier und gut ausgebauter ÖPNV, vor allem auf dem Land, sowie ein Umbau der Autoindustrie, gemeinsam mit den Beschäftigten“, hieß es in einer Mitteilung.
Alle Details zum Delivery Day von Tesla in Grünheide finden Sie in unserem Liveblog.