Grüne in Brandenburg
: Landeschefin Juliana Meyer kündigt Rückzug an

Weil die frühere Grünen-Landesvorsitzende Andrea Lübcke in den Bundestag ging, wurde die Wahl einer Nachfolgerin in Brandenburg nötig. Nun will die erst Ende 2025 gewählte Juliana Meyer ihr Amt zur Verfügung stellen.
Von
dpa
Schönefeld
Jetzt in der App anhören

Brandenburgs Grünen-Landeschefin Juliana Meyer kündigt den Rückzug an und nennt dafür Gründe.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Juliana Meyer will den Grünen-Landesvorsitz in Brandenburg nach einem Jahr abgeben.
  • Begründung: Amt, Beruf und Verantwortung als Mutter in Cottbus sind nicht vereinbar.
  • Am 14. November stellt sie den Vorsitz auf der LDK in Schönefeld zur Verfügung.
  • Bis zur LDK übt sie das Amt weiter aus – eine Nachfolgerin steht noch nicht fest.
  • Clemens Rostock bedauert den Rückzug; der Landesparteirat berät am 24. September.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Landesvorsitzende der Brandenburger Grünen, Juliana Meyer, will ihr Amt nach einem Jahr aufgeben. „Die Anforderungen an dieses hochintensive politische Amt, die beruflichen Verpflichtungen und Erwartungen sowie meine Verantwortung als Mutter eines siebenjährigen Kindes in Cottbus sind so dauerhaft nicht mehr miteinander vereinbar“, erklärte sie in einer Mitteilung der Grünen. Am 14. November wolle sie den Vorsitz auf der Landesdelegiertenkonferenz (LDK) in Schönefeld zur Verfügung stellen.

Dann wird eine neue Landeschefin gewählt. Eine Nachfolgerin stand zunächst nicht fest. „Bis zur LDK werde ich mein Amt mit voller Kraft weiter ausüben“, kündigte Meyer an.

Landesparteirat berät über Vorgehen

Der Landesvorsitzende Clemens Rostock bedauerte den Rückzug. Meyer habe wichtige Themen angesprochen, besonders die Bildungspolitik, sagte er. Sie wolle den Brandenburger Grünen verbunden bleiben und sich auch künftig für junge Menschen einsetzen. Der Landesparteirat will nach Angaben der Grünen am 24. September über das weitere Vorgehen beraten.

Meyer war im November 2025 zur Landesvorsitzenden gewählt worden. Sie hatte 55,5 Prozent der Stimmen erhalten und sich gegen die Mitbewerberin Svenja Künstler durchgesetzt. Die Wahl war notwendig geworden, weil die bisherige Vorsitzende Andrea Lübcke für die frühere Außenministerin Annalena Baerbock in den Bundestag nachrückte.