Die ehemalige Landesvorsitzende der Grünen, Julia Schmidt, hat eine Morddrohung erhalten. Wie die Polizei gegenüber MOZ.de bestätigte, ging die Drohung über die Sozialen Medien ein.
Die 29-Jährige aus Hohen Neuendorf (Oberhavel) ist in den Sozialen Netzwerken – und insbesondere auf Twitter – sehr aktiv.

Das LKA ermittelt

Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Brandenburg erklärte, ermittelt das Landeskriminalamt (LKA). Weitere Informationen gebe es aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Auch nicht, ob es besondere Schutzmaßnahmen für die junge Politikerin gebe. Zuvor hatte der Tagesspiegel mit Bezug auf Parteikreise der Grünen in Brandenburg berichtet.

Vorstand warf ihr „untragbares Fehlverhalten vor“

Am Sonnabend (18.2.) hatte Julia Schmidt über Twitter erklärt, dass sie gegenüber dem Landesvorstand ihren Rücktritt erklärt habe. Laut einer Mitteilung des Landesvorstandes war der Hohen Neuendorferin am Freitagabend das Vertrauen entzogen worden. Sie sei einstimmig zum Rücktritt aufgefordert worden.
Die Rede war von „wiederholten Fällen untragbaren Fehlverhaltens“. „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten immer mehr den Eindruck gehabt, dass Julia vor allem in eigener Sache unterwegs ist und nicht in Sachen des Landesverbands“, hatte die Co-Landesvorsitzende Alexandra Pichl ihr vorgeworfen.
Schmidt selbst hat sich bisher nicht zu diesen Vorwürfen geäußert, auch nicht zu der Morddrohung. Bei Twitter hatte sie verkündet, dass sie sich erstmal auf die Beendigung ihres Studiums konzentrieren wolle. Julia Schmidt studiert Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Soziologie mit Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.