Grüner Lichtstrahl: Rätsel in Berlin-Brandenburg zum EM-Finale – das steckt dahinter

Grüner Lichtstrahl aus Spandau: Solch eine grüne Lichtsäule teilte den nächtlichen Himmel über Berlin und Brandenburg. Die Erscheinung hat zu vielen Spekulationen geführt.
Christoph Schmidt/dpaDie Aliens kommen uns holen, witzelt ein User in den Sozialen Medien. Die grüne senkrechte Lichtsäule, die in der Nacht von Sonntag (14. Juli) auf Montag (15. Juli) am bedeckten Himmel über Berlin-Spandau und weit bis nach Brandenburg zu sehen war, hatte wirklich Ähnlichkeit mit einem Transporterstrahl aus Sci-Fi-Filmen. Doch dahinter steckt etwas ganz anderes.
Ein grüner Strahl durchschneidet die Nacht, gerade nach oben. Er endet in den Wolken. Weit bis über die Grenzen Berlins ist er zu sehen. Sein Ursprung liegt in Berlin-Spandau, genauer: auf dem Gelände der Motorworld Manufaktur Berlin. Dort hat Aston Martin einen Showroom. Der grüne Strahl ist eine PR-Aktion des britischen Herstellers für teure Sportwagen.
Spekulationen über grünen Lichtstrahl aus Berlin-Spandau
„Next Stop Berlin“, heißt es in der Ankündigung auf der Instragramseite des Autoherstellers am Samstag (14. Juli): „Watch the sky turn Aston Martin Racing Green“.
Die Zeit für die Aktion wurde günstig gewählt. Genau in der Halbzeitpause des EM-Finales zwischen Spanien und England, kurz vor 22 Uhr, strahlt die Lichtsäule in den Himmel. Mit der EM hat der Strahl jedoch weiter nichts zu tun, auch wenn Aston Martin seinen Hauptsitz in der englischen Grafschaft Warwickshire hat. Der Strahl war auch nach dem Spiel noch zu sehen.
Damit es keine Probleme mit Flugzeugen gibt, hat der Laser eine Abschaltautomatik, die verbunden mit einer Radaranlage ist. „Für die Umwelt ist der Strahl vollkommen ungefährlich – Vögel umfliegen ihn einfach, während Insekten von seiner Farbe nicht angelockt werden“, teilt ein Sprecher von Aston Martin mit.
Der Laser hat eine Leistung von 3000 Watt. Er ist damit einer der stärksten Laser, die es auf dem Markt gerade gibt. Der Strahl, der beim Austritt lediglich zwei Zentimeter breit ist, laut Angaben des Laserherstellers, ist mit dem Auge bis zu einer Höhe von zehn Kilometern deutlich zu sehen. Aus ganz Brandenburg kamen deshalb am Sonntag Sichtungen.

