Die Potsdamer Stadtverwaltung bleibt wegen einer drohenden Cyberattacke weiter offline. Die Mitarbeitenden seien weiterhin nicht per Mail erreichbar, teilte die Stadtverwaltung am Montagabend mit. Bürgerinnen und Bürger müssten Einschränkungen hinnehmen, weil Dienstleistungen nicht funktionierten - etwa das Ausstellen von Express-Reisepässen oder die An- und Abmeldung von Fahrzeugen. Vereinbarte Termine seien jedoch gesichert, hieß es.
In der kommenden Woche will die Stadtverwaltung dann die IT-Systeme schrittweise wieder hochfahren.

Krisenstab berät Schritte

Zuvor seien aber umfangreiche Sicherheitstests erforderlich, teilte die Stadt Potsdam mit. Ein Krisenstab der Verwaltung hatte zuvor über weitere Schritte beraten. Wenn die Tests erfolgreich und in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden weitere Vorkehrungen getroffen worden seien, sollen die Systeme dann nach und nach wieder in Betrieb gehen.
Nach Hinweisen von Sicherheitsbehörden auf einen bevorstehenden Cyberangriff hatte die Stadtverwaltung die Verbindungen zum Internet am vergangenen Donnerstag getrennt. „Durch die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden und die Vorbereitung der IT-Abteilungen der Stadt und der kommunalen Unternehmen konnten wahrscheinlich ein Zugriff auf unser Systeme sowie Schäden verhindert werden“, erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).
Zugleich betonte der SPD-Politiker, der Aufwand, sich gegen skrupellose Kriminelle im Netz zu schützen, werde immer größer. Lokal sei das von den Städten und Kommunen kaum zu bewältigen. „Wir brauchen deshalb auch bei der Investition von Bund und Ländern in die Cybersicherheit eine Zeitenwende“, so Schubert.