Haushalt in Brandenburg: Klamme Kassen – Koalition prüft eine Stunde mehr für Lehrer

Der Brandenburger Haushalt hat keine finanziellen Spielräume. Das könnte Folgen für Lehrer in Brandenburg haben. Die Landesregierung prüft, ob sie künftig eine Stunde mehr arbeiten müssen.
Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa- Brandenburg prüft, ob Lehrer künftig eine Stunde mehr unterrichten müssen.
- Grundschullehrer arbeiten bisher 27 Stunden pro Woche, Oberschullehrer 25 Stunden.
- Finanzminister Crumbach kündigt Kürzungen und neue Schulden für 2025/2026 an.
- Gewerkschaften und Parteien kritisieren die Pläne scharf.
- Brandenburg sucht nach neuen Lehrkräften.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Lehrerinnen und Lehrer in Brandenburg könnten angesichts enger finanzieller Spielräume nach dem Willen der SPD/BSW-Koalition künftig eine Pflichtstunde mehr unterrichten. Das gehört nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zu den Plänen für den Haushalt, über die der „Tagesspiegel“ zuvor berichtet hatte. Alternativ könnten Stunden gemindert werden, die Lehrern für besondere Aufgaben angerechnet werden. Das Bildungsministerium äußerte sich auf Anfrage nicht zum Stand des Haushaltsverfahrens vor dem Kabinettsbeschluss.
In Brandenburg fallen bisher an Grundschulen 27 Stunden pro Woche und an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien 25 Stunden pro Woche verpflichtend an. Mit einer Pflichtstunde mehr wäre das Niveau der Wochenstunden in Berlin erreicht. Finanzminister Robert Crumbach (BSW) hatte angekündigt, dass der Doppelhaushalt für 2025 und 2026 für Brandenburg nicht ohne Kürzungen auskommen und zu neuen Schulden führen werde.
Pläne stoßen auf Kritik bei Gewerkschaften
Die Grünen sprachen von einem „bildungspolitischen Armutszeugnis der SPD-BSW-Landesregierung“, die Linke befürchtet mehr Unterrichtsausfall und weniger Lehrerinnen und Lehrer. Brandenburg sucht nach Lehrkräften.
Die Pläne stoßen auch bei Gewerkschaften auf große Kritik. „Wir sind erzürnt, wir sind wütend“, sagte der Präsident des Brandenburgischen Pädagogenverbands, Hartmut Stäker, der „Märkischen Allgemeinen“.
