Hochwasser-Katastrophe
: Ein Signal der Solidarität: Brandenburg hilft NRW und Rheinland-Pfalz - ein Kommentar

Brandenburg hilft den Opfern der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands. So wie 1997 und 2002 auch Ostdeutschland in Not geholfen wurde.
Von
Claus Liesegang
Frankfurt (Oder)
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Überall Verwüstung in Nordrhein-Westfalen: Der Campingplatz Vichtbachtal wurde durch die Flut komplett verwüstet. Der Ort Mulartshütte nahe Aachen ist schwer vom Hochwasser in Nordrhein-Westfalen getroffen.

Fabian Strauch/dpa

Die Hilfeleistung ist für viele Menschen in Brandenburg eine Selbstverständlichkeit, weil das Unglück genau das ist, wie es Malu Dreyer, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, nannte: Eine nationale Katastrophe.

Darum machen sich ganz selbstverständlich Brandenburger Retter von Feuerwehr und Rettungsdiensten samt der Hubschrauberstaffel auf, um in Rheinland-Pfalz und NRW zu helfen. So selbstverständlich wie 1997 und 2002 Ostdeutschland geholfen bekam, als Oder und Elbe über die Ufer traten und die Fluten hier das Land verwüsteten.

Historische Hilfe für den Westen?

Diese Selbstverständlichkeit, diese Eigeninitiativen verdienen Anerkennung, sie sind wunderbar, sie gehen ans Herz – und sie sind ein bisschen historisch. Denn dass der Osten dem Westen hilft, war bis dato so nicht da. Es fehlte die Gelegenheit.

Jetzt ist sie da. Wer nicht persönlich vor Ort zu helfen vermag, kann sich an unserer Spendenaktion beteiligen. Sie ist die Möglichkeit, sich zu revanchieren. Sie ist Soforthilfe für Menschen in Not. Sie ist ein lautes Signal der Solidarität.

Claus Liesegang, Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung

Gerrit Freitag

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