In Brandenburg werden die Trautermine im kommenden Jahr langsam rar, vor allem im Sommer. Ein Grund dafür sind auch zahlreiche Nachzügler, die ihre Hochzeit wegen der Corona-Pandemie verschoben haben.
Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Eng wird es an einigen Orten vor allem bereits an manchen Wochenenden - auch wenn noch nicht absehbar ist, welche Einschränkungen es wegen Corona dann geben wird.

Samstagstermine in Potsdam bereits ausgebucht

„An manchen Samstagen sind bis Ende März noch wenige Termine frei. Von April bis Ende September sind sämtliche Samstagstermine bereits ausgebucht“, sagt etwa Potsdams Stadtsprecherin Christine Homann. Bis Ende April seien noch einige Freitagstermine frei, von Mai bis Ende September gebe es freitags aber nur noch sehr wenige freie Termine. Bei einem großen Teil der Termine handelt es sich der Sprecherin zufolge um Nachhol-Termine aufgrund von Absagen im Corona-Jahr 2020. Der andere Teil seien neue Terminwünsche für 2021.
Ähnlich sieht es in Cottbus aus. „Für die ersten Monate und letzten Monate des Jahres gibt es noch genügend Termine. Anders sieht es in den Frühjahrs- und Sommermonaten aus. Hier sind besonders an den Samstagen nicht mehr viele Termine frei“, berichtet der Cottbuser Stadtsprecher Jan Gloßmann.
Im Standesamt Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) sind für 2021 bislang 27 Trautermine reserviert, „Davon wollten fünf Paare eigentlich bereits 2020 die Ehe schließen“, sagt Amtsmitarbeiterin Andrea Baudis. Der 21. August 2021 sei zur Zeit das gefragteste Datum, die anderen Nachfragen verteilten sich auf die Monate April bis September. Durchschnittlich werden in Rheinsberg jährlich bis zu 80 Ehen geschlossen, 2020 waren es nur 62.

Zahlreiche Termine im Frühjahr wegen des Corona-Lockdowns abgesagt

Bei der Evangelischen Kirche mussten ebenfalls zahlreiche Termine abgesagt oder verschoben werden, vor allem während des Lockdowns im Frühjahr. „Wir gehen davon aus, dass die Menschen ein Stück weit spontaner Termine für 2021 festlegen werden“, sagt die Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz, Christiane Bertelsmann. Vor allem die großen Kirchen im Land würden Hochzeitspaaren und Gästen aber nach wie vor ausreichend Platz für Hygiene- und Abstandsregeln bieten.
Dass letztere auch über den aktuellen Lockdown hinaus bestehen bleiben werden, daran lassen die Kommunen keinen Zweifel. „Momentan dürfen außer dem Brautpaar, den im Haushalt des Paares lebenden Kindern und einem Fotografen keine weiteren Gäste teilnehmen“, informiert Christine Homann. Auch bei der Wahl der Hochzeitsorte gebe es derzeit noch Einschränkungen. „Mindestens bis 10. Januar 2021 stehen wegen der Schließungsanordnung durch die geltende Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg das URANIA-Planetarium und die Biosphäre Potsdam nicht für Eheschließungen zur Verfügung“, sagt die Stadtsprecherin. 
Maskenpflicht und andere Regelungen wie die Beschränkung der Zahl der Gäste hatten in diesem Jahr dazu geführt, dass einige Heiratswillige ihre Hochzeiten verschoben haben.