IG Metall in Brandenburg: Mehr Geld für Beschäftigte – das sagen Unternehmen

Die Warnstreiks der IG Metall waren erfolgreich. Die Einigung beim Tarifvertrag bedeutet für viele Beschäftigte in Deutschland ein Plus auf dem Lohnzettel.
Daniel Karmann/dpa- IG Metall und Arbeitgeberverbände beschließen Lohnerhöhung in Brandenburg.
- Beschäftigte erhalten 5,1% mehr Lohn und eine Einmalzahlung.
- Azubis bekommen ab 2025 140 Euro mehr monatlich.
- Tarifvertrag umfasst 25 Monate mit weiteren Erhöhungen 2025 und 2026.
- 22.000 Personen beteiligten sich an den Streiks in Brandenburg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Tausende Beschäftigte in Brandenburg können sich auf ein Plus auf dem Lohnzettel freuen. Die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeberverbände haben sich auf eine Lohnerhöhung geeinigt. Die Verhandlung fand am Dienstagmorgen (12.11.) in Hamburg statt. 5,1 Prozent soll die Lohnerhöhung in den kommenden Jahren betragen, auf die sich die Verhandlungspartner verständigt haben.
Teil der Einigung ist ebenfalls eine Einmalzahlung, die an die Beschäftigten ausgezahlt werden soll. Darüber informiert die Industriegewerkschaft in einer Pressemitteilung.
Die Einigung sei zunächst nur für die beiden Gewerkschaftsbezirke Nord und Bayern getroffen worden. Laut IG Metall Brandenburg, Berlin und Sachsen soll am Mittwoch, 20. November, über eine Übernahme für die Beschäftigten in Berlin und Brandenburg entschieden werden.
IG Metall: 140 Euro mehr für Auszubildende
„In ungewöhnlich zähen Verhandlungen ist es gelungen, einen tragfähigen Abschluss durchzusetzen. Damit geben wir Stabilität in einem unsicheren Umfeld“, informiert der IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Dirk Schulze.
„Die Erhöhung der Entgelte von 140 Euro im Monat für alle Auszubildenden ist ein wichtiger Aufschlag in Zeiten, in denen viele junge Leute ein eigenständiges Leben mit eigener Wohnung führen“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung weiter.
Zufrieden trotz schwächelnder Wirtschaft in Brandenburg
Nicht nur die Gewerkschaft, sondern auch die Arbeitgeberverbände zeigen sich mit der Einigung zufrieden. Stefan Moschko, der Vorstandsvorsitzende und Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), schreibt: „Der Abschluss wird unseren Betrieben angesichts der angespannten Lage eine Menge abverlangen. Gleichwohl handelt es sich um einen verantwortungsvollen Kompromiss. Die Tarifvertragsparteien haben bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten von Rezession und Strukturkrise gemeinsame Lösungen finden.“
Die Tariflohnerhöhung im Überblick
Einmalzahlung von 600 Euro zum Februar 2025.
Entgelte steigen ab dem 1. April 2025 um 2 Prozent und ab 1. April 2026 um weitere 3,1 Prozent.
Die Verträge haben eine Laufzeit von 25 Monaten
Eine Erhöhung der Ausbildungs-Vergütungen um 140 Euro zum 1. Januar 2025
Quelle: IG Metall
IG Metall ruft zu Warnstreiks in Brandenburg auf
In Brandenburg gibt es mehrere Betriebe, die ihre Arbeiter nach diesem Tarifvertrag bezahlen. Darunter sind laut IG Metall Mercedes-Benz, Gestamp in Ludwigsfelde und Alstom in Hennigsdorf. Bei einigen Unternehmen in Brandenburg hatte die IG Metall in den zurückliegenden Tagen zu Warnstreiks aufgerufen, darunter MTU Maintenance Berlin-Brandenburg. Der Gewerkschaft zufolge haben sich insgesamt 22.000 Personen über die zurückliegenden Wochen an Streiks in Brandenburg beteiligt.
Freude über wirtschaftliche Entwicklungen ist aktuell rar gesät in der Bundesrepublik. Auch der größte deutsche Autohersteller, Volkswagen, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt mit Job-Abbau Schlagzeilen gemacht. In Brandenburg betrifft die Krise mehrere Zulieferer.


