Am Polizeirevier in Seelow (Märkisch-Oderland) hat der Telekommunikationsanbieter Vodafone am Mittwoch die Anlage, die kostenlose Verbindungen ins Internet ermöglicht, installiert und in Betrieb genommen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. „Öffentliche WLAN-Hotspots sind in der heutigen Zeit ein wichtiges Angebot digitaler Infrastruktur“, so Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD).
Eigentlich sollten die 1200 Hotspots, die an touristischen Zentren sowie auf kommunalen und landeseigenen Liegenschaften landesweit installiert worden sind, bereits Mitte vergangenen Jahres fertig sein. Doch unter anderem hemmte die Corona-Pandemie die Arbeiten. Die ersten Anlagen hatte das Unternehmen Ende April/Anfang Mai 2019 in Betrieb genommen. Bis Mitte Oktober 2020 waren nur 855 der 1200 geplanten Internet-Punkte installiert.

Aufbau der Sendeeinrichtungen 2017 im Landtag beschlossen

Den Aufbau der öffentlichen Sendeeinrichtungen hatte der Landtag 2017 beschlossen. Bei einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hatte Vodafone den Zuschlag erhalten.
Das Land zahlt für Installation, Betrieb und Wartung der Hotspots fünf Jahre lang ab Inbetriebnahme jeder einzelnen Anlage insgesamt rund fünf Millionen Euro. Wie es danach mit der Nutzung weitergeht, ist nach Ministeriumsangaben derzeit noch offen. Nach Angaben von Vodafone müssen die Anlagen anschließend abgebaut werden - sollten sich Kommunen in Brandenburg nicht zu einer Übernahme der Hotspots beziehungsweise zu einem neuen Vertrag mit dem Unternehmen entschließen.