Kaffee in Brandenburg
: Fünf Röstereien, die Sie kennen sollten

In unserem Foodie-Podcast probieren wir von Filterkaffee bis Mokka alles durch. Und sprechen über Röstereien in Brandenburg, die sich lohnen.
Von
Sandra Ketterer,
Elisabeth Voigt
Eberswalde/ Cottbus
Filterkaffee wird aufgegossen

Filterkaffee, Espresso oder gar Mokka? In unserem Podcast „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ vertiefen wir uns in die Zubereitung von Kaffee und probieren regionale Röstereien aus.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Podcast „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ testet verschiedene Kaffeezubereitungen.
  • Filterkaffee und Mokka aus Brandenburger Röstereien stehen im Fokus der Verkostung.
  • Röstereien wie Kaffee Kontor Werder, Bad Saarow und „Markt 15“ bieten Spezialitäten an.
  • Mobile Rösterei „Bohnenengel“ bietet limitierte Sorten wie „Whisky Lover“ auf Märkten an.
  • Cottbuser Kaffeerösterei setzt auf schonende Röstung und nostalgisches Ambiente.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Espresso oder Filterkaffee? Da scheiden sich die Geister. Das eine ist seit Jahrzehnten ungebrochen in Mode und in jedem Café zu finden. Das andere erlebt einen Aufstieg in der Kaffeekenner-Szene, mit speziellen, oft teuren Werkzeugen dazu. Im Podcast „Brandenburg, lass uns über Essen reden“ von LR und MOZ erklären wir die Unterschiede beliebter Zubereitungsarten und probieren sie mit Kaffees aus Brandenburger Röstereien aus.

„Für die Filter-Methode muss der Kaffee etwas gröber gemahlen sein als für den Espresso“, erklärt Lisa. Das kochende Wasser werde beim Brühen Schwall für Schwall auf den Kaffee gegossen, es dauere, bis es durch den Filter gelaufen sei. „Dadurch kommen Kaffeebohnen-Sorten mit filigranem Geschmack besonders gut zur Geltung.“

Am Ende ist Sandra vor allem vom Mokka überzeugt, den sie anfangs sehr skeptisch beäugt hat. Der Kaffee, den Lisa dafür verwendet, wurde von der Rösterei extrem fein gemahlen. Denn er wird mit Zucker und Wasser im Topf aufgekocht und wird nicht abgegossen.

Brandenburg, lass uns über Essen reden – der Podcast

Alle zwei Wochen sprechen Lisa Voigt und Sandra Ketterer in Brandenburg, lass uns über Essen reden darüber, wo man richtig gut essen kann. Was gibt es Neues von der Gastronomie, Landwirtschaft und Produzenten im Land Brandenburg? Was hat Genießen mit Erinnern zu tun? Die beiden Food-Reporterinnen von MOZ.de und LR.de gucken in die Töpfe, nehmen ihre Hörer*Innen mit aufs Feld oder berichten aus der Backstube. Was tut sich in Sachen Genuss und Küche in Brandenburg und wo soll es hingehen? Der Podcast mit Biss auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts oder Spotify.

Für alle, die nun Kaffee aus Brandenburger Röstereien probieren wollen, haben wir fünf Adressen aus unterschiedlichen Teilen des Bundeslandes herausgesucht.

Kaffee aus Indien in Werder

„Das Leben ist zu kurz für mittelmäßigen Kaffee“ ist das Motto des Kaffee Kontors in Werder an der Havel. Hier gibt es mehrere Mischungen, die gleich mit der Empfehlung einherkommen, für welche Zubereitungsart sie am Besten geeignet sind. Vom „Sonntagskaffee“ mit Bohnen aus Mittel- und Südamerika, der zum Beispiel gut für Filterkaffee geeignet sein soll, bis zum Indian Monsooned Malabar, der aus einer bestimmten Region Indiens stammt, dessen Bohnen fermentiert werden und der daher besonders nussig schmecken soll.

Genussreise in der Rösterei in Bad Saarow

Rund 30 Sorten können in der Kaffeerösterei in Bad Saarow probiert werden. Im gemütlichen Café gibt es dazu Torte, Waffeln und einiges mehr. Wie in Werder und anderen Röstereien auch achten die Inhaberinnen auf ihre Ware. Sie wissen, aus welchem Land, sogar von welcher Plantage die Bohnen stammen.

Darunter sind der Espresso „Bunbury Bay“, dessen Zutaten aus Indonesien, Kolumbien und Indien stammen, und der „Nicaragua Limoncillo UTZ“, der nach kandierter Orange, Honig und Walnuss schmecken soll.

Kleiner Anhänger, großer Geschmack: „Bohnenengel“

Maik Decker von der mobilen Kaffeerösterei Bohnenengel auf dem Markt in Königs Wusterhausen am 13.05.2025. Er hält einen Cappuccino in die Kamera.

Maik Decker von der mobilen Kaffeerösterei „Bohnenengel“ auf dem Markt in Königs Wusterhausen. (Archivfoto)

Sandra Ketterer

Maik Decker hat mit seinem „Bohnenengel“ die wohl kleinste Rösterei Brandenburgs eröffnet. Er röstet ausschließlich in einer kleinen Trommel in seinem Anhänger, mit dem er auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen und auf verschiedenen Festen Kundinnen und Kunden anzieht. Gerade einmal drei Kaffeesorten verkauft er, am Stand und im Onlineshop: einen Espresso, einen Filterkaffee und den „Whisky Lover“, für den er die Bohnen in einem Sherryfass nachreifen lässt.

„Markt 15“ in Senftenberg: inzwischen bundesweit gefragt

Die Rösterei „Markt 15“ in Senftenberg ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Im neuen Standort können bis zu 25 Kilo pro Röstvorgang verarbeitet werden. Nach wie vor wird der Kaffee aber schonender geröstet als bei Industriefirmen, außerdem kennen die Betreiber einige ihrer Lieferanten persönlich.

Im Laden am Marktplatz können dreimal pro Woche bis zu zehn Sorten Kaffee gekauft werden, auch Produkte anderer kleiner Hersteller der Region sind im Laden vorhanden. Flexibler ist aber der Onlineshop. Etwa zehn Sorten sind im Angebot. Neben den Standards auch Spezialitätenröstungen, die nur saisonal verfügbar sind.

Cottbuser Kaffeerösterei: Wie eine Reise in die Vergangenheit

Wer das Geschäft der Cottbuser Kaffeerösterei am Oberkirchplatz betritt, fühlt sich ein bisschen in der Zeit zurückversetzt. Zahlreiche Kaffeekannen zieren die Regale, die wiederum ein wenig an eine alte Apotheke oder an das erinnern, was früher Kolonialwarenladen hieß. Chef Christian Namyslo wirbt mit schonender Röstung. Er selbst habe Kaffee einige Jahre nicht getrunken, weil er ihn nicht vertragen habe. Sein Kaffee ist beliebt: Er ist nicht nur in Cottbus und im Onlineshop zu haben, sondern auch in mehreren kleinen Geschäften im Spreewald.

Kaffee, Röstereien, Adressen

Bewusst genießen

Von der Lausitz bis ins Oderbruch, vom Havelland bis in die Uckermark - Brandenburg ist keineswegs die kulinarische Wüste, als die das Land oft geschmäht wird.

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