Kampfflugzeuge über Brandenburg: Bundeswehr warnt vor Tiefflügen – hier wird es laut

Auf dem Flughafen Rostock-Laage gehen zwei Bundeswehr-Eurofighter an den Start. In den kommenden Tagen könnten sie auch über Teilen Brandenburgs zu sehen und zu hören sein.
Bernd Wüstneck/dpa- Bundeswehr warnt vor Tiefflügen vom 21.-27. Mai über Deutschland.
- Betroffen sind u.a. Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommern.
- Es handelt sich um Übungen im Rahmen des "Waffenlehrerlehrgangs".
- Tiefflüge bis zu 76 Meter sollen realistisches Training bieten.
- Anwohner sollten sich auf Lärm einstellen, jedoch kein Training an Wochenenden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kampfflugzeuge, die im Tiefflug über die Region düsen. Kampfflugzeuge, deren Dröhnen kilometerweit zu hören ist. In weiten Teilen Brandenburgs ist das ein unbekanntes Phänomen. Um so erschreckter sind Anwohner, wenn es doch einmal geschieht.
Deshalb warnt die Bundeswehr nun ganz bewusst. Denn vom 21. bis 27. Mai wird es einige Tiefflüge über Deutschland geben, wo man sie sonst nicht erwartet. „Die dafür vorgesehenen Tieffluggebiete wurden länger nicht mehr beflogen“, teilt das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Berlin mit. Auch Teile Brandenburgs werden dazu gehören.
Was ist der Grund für die Bundeswehrflüge über Brandenburg?
Was ist der Hintergrund der Aktion und was genau steht zu erwarten? Um einen Kampfeinsatz oder eine Abfang-Aktion handelt es sich nicht. Auch das wäre ja möglich. In Holzdorf, ganz im Südwesten Brandenburgs, sitzt die Luftraumüberwachung für den Osten Deutschlands. Auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage in Mecklenburg-Vorpommern stehen Abfangjäger rund um die Uhr bereit, um Eindringlinge in den deutschen oder Nato-Luftraum zu stellen.
Laut Bundeswehr geht es diesmal allerdings um einen „Waffenlehrerlehrgang“, also um Übungen. „Die Waffenschule der Luftwaffe führt zweijährlich ihre anspruchsvollste fliegerische Ausbildung durch“, informiert das Pressezentrum. Dabei sollen Ausbilder und Piloten so realistisch wie möglich auf das vorbereitet werden, was sie im Ernstfall leisten müssen.
Warum donnern die Kampfjets im Tiefflug über Brandenburg?
Im Zuge des „Waffenlehrerlehrgang“ sollen die 26 teilnehmenden Piloten möglichst realitätsnah auf Einsätze vorbereitet werden. Dazu gehören auch „Tiefflüge in einer Höhe von bis zu 250 Fuß“, was in etwa 76 Meter entspricht.
„Für die Erfüllung des Ausbildungsauftrages sind einsatznahe Tiefflüge unter dem Motto ‚train as you fight‘ unerlässlich“, erklärt die Bundeswehr. Der „Waffenlehrerlehrgang“ sei ein praktischer Lehrgang. „Erlerntes soll sofort auf dem Waffensystem angewendet, verfestigt und optimiert werden.“
Wo genau werden die Tiefflieger 21. bis 27. Mai zu sehen sein?
Laut einer aktuellen Mitteilung der Luftwaffe stehen vom 21. bis 27. Mai 2025 drei Regionen im Fokus des „Waffenlehrerlehrgangs“:
- der Harz,
- der Kreis Höxter und Umgebung,
- Mecklenburg-Vorpommern und nördliches Brandenburg.
Bei Bedarf werde es weitere Tiefflüge am 5. oder 6. Juni geben. „An den Wochenenden ist kein militärischer Trainingsflugbetrieb geplant“, so die Auskunft der Bundeswehr.


