Galeria Kaufhof Berlin und Potsdam: Diese Filialen sind von Schließung betroffen

Der finanziell angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof schließt in Kürze 16 seiner 92 Filialen. Darunter ist auch die Filiale in Berlin-Spandau.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaDer in finanziellen Schwierigkeiten steckende Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof muss mehrere Filialen schließen. Dies ist Teil einer umfassenden Reduzierung des Filialnetzes, bei der bundesweit 16 der 92 Standorte bis zum 31. August 2024 ihre Türen schließen werden, wie Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus am Samstag (27. April) mitteilte.
Mit der Schließung in Berlin-Spandau wird die insgesamt dritte Berliner Filiale geschlossen, auch Galeria Karstadt Kaufhof im Ringcenter (Berlin-Lichtenberg) sowie in Tempelhof fallen der Insolvenz zum Opfer. Mit der Filiale in Potsdam wird zudem der einzige verbliebene Standort des Konzerns in Brandenburg dichtgemacht, nachdem die Filiale in Cottbus bereits im vergangenen Sommer geschlossen wurde.
Galeria schließt drei Berliner Filialen ‒ und den Standort in Potsdam
Von den rund 12.800 Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof in Deutschland können 11.400 auf ihren Arbeitsplatz hoffen, während für 1.400 Mitarbeiter der Weg in eine berufliche Neuorientierung beginnt. Für diese wurde ein Sozialplan verabschiedet.
Unverständnis im Berliner Bezirk Lichtenberg
Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) reagierte mit Unverständnis auf das Aus für das Warenhaus im Ringcenter: „Ich bin entsetzt über die Pläne zur Schließung der Lichtenberger Filiale und kann die Entscheidung dazu nicht nachvollziehen.“ Die Filiale befinde sich direkt an U–Bahnhof und Ringbahn und sei ein idealer Standort für die Nahversorgung der umliegenden Wohngebiete.
„Als Bezirk unterstützen wir, wo wir können, um lebendige Center zu erhalten“, versicherte Schaefer mit Blick darauf, dass das Kaufhaus der größte Mieter in dem Einkaufszentrum ist. Zugleich forderte er den Handelskonzern auf, für die betroffenen Beschäftigten Alternativen zu schaffen und sozialverträgliche Lösungen zu finden.
Der traditionsreiche Warenhauskonzern hatte zu Beginn dieses Jahres zum dritten Mal innerhalb von dreieinhalb Jahren Insolvenz angemeldet. Mit der Schließung der Filialen und der Umsetzung des Sozialplans soll das Unternehmen wirtschaftlich stabilisiert und die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen werden.
