Komet heute: Tsuchinshan-Atlas – so fotografiert man ihn

Der Komet Tsuchinshan-Atlas ist heute Nacht wieder in Deutschland sichtbar. Die perfekte Chance für ein Foto – auch mit dem Smartphone. Diese Dinge müssen Sie dabei beachten. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpa- Komet Tsuchinshan-Atlas ist in Brandenburg sichtbar, sogar mit bloßem Auge.
- Smartphone-Apps wie "Sky Guide" und "Stellarium Mobile" helfen beim Finden.
- Für Fotos reicht bei modernen Smartphones der Nachtmodus, ansonsten Stativ nutzen.
- Zwischen dem 12. und 14. Oktober ist der Komet der Erde am nächsten.
- Weitere Infos und genaue Positionen gibt es auf der Website der Vereinigung der Sternfreunde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
(Update: 15.10.2024) Ein kosmischer Besucher kommt nah an der Erde vorbei und diesen Kometen kann man sogar mit dem bloßen Auge erkennen. Die perfekte Chance, sich Kamera oder Smartphone zu greifen und ein Foto zu machen.
- So findet man den Kometen am Himmel
- Fotos vom Kometen mit dem Smartphone
- Tipps für Kameraeinstellungen
Auch in Deutschland ist der Komet Tsuchinshan-Atlas am Nachthimmel sichtbar. Sein voller Name lautet übrigens C/2023 A3 Tsuchinshan-Atlas.
Wie finde ich den Kometen Tsuchinshan-Atlas?
Tsuchinshan-Atlas sollte in diesen Tagen dicht am Horizont gen Westen sichtbar sein und steigt mit jedem Tag etwas höher, erklärt Frank Lungenstraß vom Planetarium Galileum in Solingen. Wie hell der Komet letztendlich leuchten wird, ist noch unklar, da dies meist nur sehr schwer vorhersehbar ist.
Trotzdem sollte der Komet 20-30 Minuten nach dem Sonnenuntergang bereits als ein kleines, milchiges Fleckchen erkennbar sein. Zwischen dem 12. und 14. Oktober kommt er der Erde am nächsten. Danach verliert sein langer Schweif zunehmend an Helligkeit und es wird etwas schwieriger, den Kometen am Himmel zu entdecken. Es gibt jedoch kleine Hilfsmittel, die dabei helfen können.
Handy-App hilft beim Finden des Kometen
Mit Smartphone-Apps ist es recht einfach Himmelskörper zu lokalisieren. „Heise.de“ empfiehlt dafür die kostenlosen Apps „Sky Guide“ (iOS) und „Stellarium Mobile“ (iOS und Android). Diese können mithilfe der Kamera schnell helfen, Dinge am Nachthimmel zu finden und zusätzliche Informationen geben.
„In der Astronomie gilt, je weniger Licht, desto besser“, sagt Frank Lungenstraß. In der Stadt mit viel Licht ist es natürlich schwieriger den Kometen zu sehen, als in eher dunkleren Landstrichen.
Reicht das Smartphone für Kometen-Fotos aus?
Ist der Komet da und es ist dunkel genug, braucht man keine große Kamera oder ein Stativ: Bei modernen Smartphones reicht bereits der Nachtmodus, so Frank Lungenstraß. Einfach an eine Tischkante angelehnt kann man gute Weitwinkelaufnahmen machen, bei denen man den Schweif des Kometen erkennen kann. Bei Handys ohne Nachtmodus braucht man ein Stativ, um ein Foto mit Langzeitbelichtung zu machen. Oder man fixiert das Gerät und nutzt den Selbstauslösemodus für unverwackelte Fotos.
Genauere Daten zur Position des Kometen gibt es zum Beispiel auf der Website der Vereinigung der Sternfreunde. Dort gibt es auch noch Hintergründe zur Herkunft und zur Flugbahn von Tsuchinshan-Atlas.

Deutlich zu erkennen: der Komet Tsuchinshan-Atlas über Deutschland. Auch wenn das Foto etwas unscharf ist, lässt sich Komet und Schweif eindeutig erkennen und das, obwohl es noch nicht ganz dunkel ist.
Volker Bartels/dpaTipps für Fotos vom Kometen mit der Kamera
Das richtige Equipment
- Ein stabiles Stativ
- Eine Systemkamera oder DSLR
- Ein lichtstarkes Objektiv – egal ob weitwinkel, tele oder zoom
Diese Kameraeinstellungen sind wichtig
- Kamera in den manuellen oder Teilautomatik Modus bringen
- Fokus auf manuell und unendlich stellen
- Den Bildstabilisator ausschalten
- Blendenzahl so niedrig, wie möglich, damit mehr Licht ins Objektiv kommt (z. B. 1.8) und man die Belichtungszeit verkürzen kann
- Belichtungszeit bis maximal 25 Sekunden, da es sonst zu Unschärfen kommt. Je nach Brennweite variiert die Belichtungszeit. Höhere Brennweite = niedrigere Belichtungszeit.
- ISO-Wert zwischen 800 bis 6400, wobei der ISO gern kleiner sein darf, damit kein zu großes Rauschen entsteht
- Selbstauslöser oder Fernauslöser, um beim "Abdrücken" Verwacklungen zu vermeiden
Geheimtipp der Redaktion
Um ein bequemes Handling im Dunkeln an der Kamera zu haben, ist eine Kopflampe eine tolle Sache. Am besten mit dimmbarer Stärke oder sogar rotem Licht, damit man selbst weniger geblendet wird. Außerdem lässt sich damit auch etwas mehr experimentieren, in dem man während der Belichtungszeit Gegenstände in der Ferne kurz anleuchtet und die Lampe wieder ausschaltet. Lassen Sie sich bei den Ergebnissen überraschen.
Jetzt heißt es, das erste Foto machen, Fokus und Belichtung prüfen und ggf. nachjustieren. Um den richtigen Fokus zu finden, hilft es auch, den ISO-Wert einmal zu erhöhen und einen sehr hellen Stern scharf zu stellen. Danach kann der ISO wieder auf den gewünschten Wert eingestellt und das nächste Foto getestet werden.
Und noch ein weiterer Tipp: Fotos im RAW Format sind für Langzeitbelichtungen besonders geeignet, da man in der Nachbearbeitung noch mehr aus den Fotos herausholen kann. Das macht aber nur Sinn, wenn man sich etwas mit Bildbearbeitungsprogrammen auskennt und die Zeit dafür findet.



