Kommentar: Die steigende Zahl der Badetoten in Brandenburg muss ein Signal sein

Kommentar-Duda-1 22.02.2019 Claudia Duda; Foto: Gerhard Markert
Gerd MarkertDabei ist dieser Pflicht. Ein Grund dafür ist, dass Schwimmbäder schließen müssen und Fachlehrer fehlen. Außerdem werden seit Jahren Rettungsschwimmer gesucht. Die Deutsche Lebens–Rettungs–Gesellschaft (DLRG) leidet unter Personalmangel, es fehlt an Nachwuchs.
Im Sommer müssen zahlreiche Badestrände im seenreichen Brandenburg unbewacht bleiben, auch weil fast alle Rettungsschwimmer ehrenamtlich tätig sind. Die steigende Zahl der Badetoten im Land sollte deshalb ein Signal sein. Die Opfer waren in der Mehrzahl älter als 50 Jahre, sie starben in Seen, Teichen, Flüssen und Kanälen, die fast immer unbewacht waren.
Der Appell "Achtet aufeinander!“ ist gut und richtig, aber noch lange nicht ausreichend. Wie wichtig der Schutz des Lebens ist, muss vor allem in den Kommunen bewusst werden. Um den Schwimmunterricht abzusichern, müssen sie sich vernetzen, Synergien nutzen. Steigende Fahrtkosten dürfen kein Hinderungsgrund sein. Kinder, die mit Freude Schwimmen lernen, sind die Rettungsschwimmer von morgen.