Kosmetik
: Mit drei Salons gut im Geschäft

Friseurmeisterin bewarb sich um den Existenzgründerpreis zehn Jahre nach Beginn ihrer Selbstständigkeit.
Von
Christina Sleziona
Brieskow-Finkenheerd
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Haarpflege: Geschäftsführerin Monique Siebke legt bei Friseurin Jana Staub selbst einmal Hand an und fönt und bürstet das Haar für mehr Fülle und mehr Geschmeidigkeit.

Christina Sleziona

Warm und gemütlich wirken die Räumlichkeiten des modern eingerichteten Pflegesalons, in dem sich gerade die Friseurin Jana Staub den Platz mit der Nagelpflegerin Mandy Brummack teilt.

Die weichen Pastellfarben der Wände, die gepolsterten Ledersitze und die leisen Klänge aus dem Radio laden den Kunden ein, sich zu entspannen.

Das sei sehr wichtig, betont Inhaberin Monique Siebke, schließlich sollen die Kunden für einen Wellnesstag mit Haarpflege–, Kosmetik–, Nagelmodellage–, Massage– und Fußpflegeangeboten in einer Wohlfühl–Atmosphäre eintauchen können.Bereits im Oktober 2008 hat sich die damals 30–jährige Monique Siebke mit ihrem Pflegesalon selbstständig gemacht.  "Meine Chefin Birgit Neumann hatte mir Anfang der 2000er Jahre vorgelebt, wie man einen Salon führen kann. Das wollte ich auch“, erzählt die gelernte Friseurin.

Für ihr eigenes Unternehmen wollte sie sofort Meisterin werden. Doch dazu ist sie erst vier Jahre nach der Selbstständigkeit gekommen. „Die Familienplanung kam mir dazwischen“, erzählt die zweifache Mutter. Mit ihrem ersten Sohn schwanger, zog sie mit ihrem Mann Jürgen Siebke nach Brieskow–Finkenheerd. „Mit seiner Unterstützung habe ich zunächst von Zuhause aus, auf dem privaten Grundstück gearbeitet“, erklärt die heute 40–Jährige. Lang und hart seien die Arbeitstage gewesen, an denen sie damals noch allein ihre Kundschaft betreuen musste.

Die Mühe zahlte sich jedoch bald aus: Kurz darauf konnte sie mit ihrer Geschäftsidee in das geräumige Mietshaus in der Karl–Marx–Straße 23 im Ortszentrum ziehen. Während sie weiterhin den Anfragen nach modischen Trendhaarschnitten, Haarfarben und Strähnentechniken nachkommt, unterstützen sie dort nun drei Mitarbeiterinnen, die sich um die Kosmetik, Fußpflege, Nagelmodellage und Massage ihrer Kunden kümmern.

Heute liefe das Geschäft so gut, erzählt die Friseurmeisterin, dass sie in den zurückliegenden zwei Jahren zwei weitere Salons in Ziltendorf und in Müllrose eröffnen konnte, mit denen sie sich gern für den Existenzgründerpreis bewarb.

Mit insgesamt acht Mitarbeiterinnen in drei Salons schwingt sie das Zepter jedoch längst nicht mehr allein. Die Zuständigkeit für den Pflegesalon in Ziltendorf überlässt sie vor allem der Friseurmeisterin und Kollegin Jennifer Kessel, die sie während der Meisterschule als enge Vertraute gewinnen konnte.

Monique Siebke sieht sich gut aufgestellt. Für einen Wellnesskurzurlaub bei ihr kämen die Kunden aus allen Teilen der Region. Die meisten, vorwiegend Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, nehmen auch gern das Rundumpaket an Sonnabenden wahr. „Sie möchten sich und ihrer Haut einfach etwas Gutes tun“, so die Unternehmerin.Auch Claudia Pfarr, langjährige Stammkundin älteren Semesters, ist die regelmäßige Körperpflege wichtig. Heute möchte sie sich von Mandy Brummack ihre Fingernägel feilen und glätten lassen. Es seien vor allem die Sorgfalt und der freundliche Umgang, die sie immer wieder hierher zurückkommen lassen, sagt sie.

So zufrieden wie die Kundin ist auch Monique Siebke mit der Arbeit ihres Teams. „Wenn es in Zukunft weiterhin so läuft, bin ich wunschlos glücklich“. Leise Sorge bereite ihr jedoch die Möglichkeit eines erhöhten Mindestlohns. „Unsere Mitarbeiter verdienen mehr als die 9,13 Euro Mindestlohn. Dennoch würden die geforderten zwölf Euro ein Loch in die Kasse reißen, das irgendwie gestopft werden muss. Aber wie wir damit umgehen werden, schauen wir, wenn es soweit ist“, sagt Siebke.