Kriminalität in Berlin: Wimmerndes Kind in Katzenbox gefunden — aus 3. Stock geworfen?

In Berlin wurde im Bezirk Treptow-Köpenick ein kleines Mädchen in einer Box gefunden. Das Kind soll aus einem Hochhaus geworfen worden sein. (Symbolbild)
Sebastian Kahnert/dpaEin schwer verletztes kleines Mädchen ist in einer Katzenbox im Berliner Bezirk Treptow–Köpenick vor einem Mietshaus gefunden worden. Das einjährige Kleinkind soll am Montagmittag (10. Juni) von seiner Mutter aus dem dritten Stock des Hauses geworfen worden sein. Nun ist die Mutter wegen Hinweisen auf eine Krankheit vorläufig in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Es gebe „Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung der 40-jährigen Mutter“, hieß es. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen. Die Frau soll nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung noch drei weitere minderjährige Kinder und ein erwachsenes Kind haben und überfordert gewesen sein.
Zeuge entdeckte das kleine Mädchen in einer Box
Die Tat ereignete sich im Stadtteil Altglienicke im Südosten der Hauptstadt nahe dem Flughafen. Ein Foto des Mediums „B.Z.“ zeigt eine blaue Box aus Kunststoff, in der üblicherweise Katzen transportiert werden können. Sie liegt vor einem Haus in der Ortolfstraße neben Fahrradständern in einem von der Polizei abgesperrten Bereich.
Laut Polizei ist das kleine Mädchen, das wimmernd in der Box lag, 21 Monate alt. Ein Zeuge entdeckte die Box demnach am Montagmittag und alarmierte die Feuerwehr, die das schwer verletzte Kind ins Krankenhaus brachte.
Die Polizei traf nach der Entdeckung des Kindes die Mutter in der Wohnung an und nahm sie fest. In der Wohnung stieß die Polizei neben der Mutter noch auf ein weiteres Kind im Alter von neun Jahren. Es wurde dem Jugendamt übergeben.
