Landtagswahlen
: AfD will Schullandschaft umbauen

Wahlprogramm fordert Abschied von sechsjähriger Grundschule.
Von
Ulrich Thiessen
Potsdam
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Es könne kein automatisches Recht auf eine gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Schülern geben.

dpa

Inklusiver Unterricht wird abgelehnt. Es könne kein automatisches Recht auf eine gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Schülern geben. In der Lehrerbildung forderte die AfD, dass Grundschullehrer nicht mehr an Universitäten, sondern vierjährig an Fachhochschulen ausgebildet werden. Die Hochschulfusion Cottbus/Senftenberg soll rückgängig gemacht werden. Wobei im Programmentwurf nicht von der Brandenburgischen Technischen Universität, sondern von der Technischen Hochschule Cottbus und der Technischen Fachhochschule Lausitz die Rede ist, die entflochten werden sollen. 

Großen Raum nimmt die Familienpolitik ein, wo die jetzige Oppositionspartei zur Steigerung der Geburtenrate jungen Familien ein Darlehen von 25 000 Euro gewähren will, das mit der Geburt des ersten und zweiten Kindes um je ein Viertel und ab dem dritten Kind komplett erlassen werden soll. In der DDR habe sich diese Form der Familienplanung sehr erfolgreich erwiesen, heißt es.

Außerdem tritt die Partei dafür ein, den Landtag von 88 Mitgliedern auf 60 zu verringern und nach Schweizer Vorbild die Möglichkeit zu schaffen, dass Gesetze einer Volksabstimmung zu unterzogen werden. 

Im Wahlprogramm wird an mehreren Stellen Bezug auf die große Vergangenheit als Preußen und die christlich–abendländische Kultur genommen, die durch die Ausländerpolitik der „Altparteien“ bedroht seien.