Klimaschutz-Demonstranten haben die Autobahn von Berlin zum Flughafen blockiert und sich auf der Fahrbahn festgeklebt. Zehn Männer und Frauen der Initiative „Letzte Generation“ im Alter von 20 bis 70 Jahren saßen am Freitagvormittag auf der Straße kurz vor der Abfahrt zum Flughafen, wie die Polizei mitteilte. Acht von ihnen hätten sich dort festgeklebt. Beamte hätten die Straßendecke aufschneiden und Asphalt herausstemmen müssen, um einen 31-jährigen Aktivisten vom Boden zu lösen. Er kam leicht verletzt in ein Krankenhaus.
Die Klimaprotest-Initiative teilte mit, ihre Mitglieder seien mit mehreren Autos nebeneinander auf der Autobahn immer langsamer gefahren. Vor der Abfahrt hätten sie gehalten, die Autos quer gestellt, seien mit Warnwesten und Transparenten ausgestiegen und hätten sich auf der Straße festgeklebt.
Nach Unfall mit schwerverletzter Radfahrerin Ruf nach härterem Vorgehen gegen sogenannte Klima-Aktivisten

Berlin

In der Folge kam es zu einem längeren Stau und einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto, wie die Polizei weiter mitteilte. Verletzt wurde demnach niemand. Beamte nahmen die Demonstranten in Gewahrsam und erstatteten Anzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung.
Die Klimaschutz-Gruppe hatte Anfang der Woche angekündigt, nach zahlreichen Blockaden von Autobahnausfahrten und Straßenkreuzungen „auch friedlich Flughäfen lahmzulegen“. Sie fordert mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel, etwa ein Tempolimit auf Autobahnen Tempolimit auf Autobahnen und billigen Nahverkehr. Seit Anfang des Jahres laufen die Blockaden in vielen deutschen Städten. Die Polizei hat Hunderte Strafverfahren wegen Nötigung und Widerstand eingeleitet.