Maul- und Klauenseuche in Brandenburg
: 750.000 Impfstoff-Dosen geplant

Deutschland will sich gegen eine mögliche Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche wappnen. Die Herstellung Hunderttausender Impfstoff-Dosen ist in Auftrag gegeben.
Von
dpa
Potsdam
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Nach wie vor laufen in Brandenburg Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche nach dem Auftreten bei einer Büffelherde. (Archivbild)

Annette Riedl/dpa
  • 750.000 Impfstoff-Dosen gegen Maul- und Klauenseuche in Brandenburg geplant.
  • Herstellung durch ein nicht genanntes Pharmaunternehmen.
  • Bisher nur ein Fall in einer Büffelherde in Hönow.
  • Impfstoffe werden zunächst gelagert und sind 18 Monate haltbar.
  • Entwarnung frühestens nach drei Monaten möglich, je nach Untersuchungsergebnissen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Pharmaunternehmen stellt zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche vorsorglich 750.000 Impfstoff-Dosen für Klauentiere her. Das teilte das Agrarministerium in Potsdam auf Anfrage mit. Um welches Unternehmen es sich handelt, sagte die Behörde jedoch nicht. Die 750.000 Dosen an Flüssigimpfstoff für ganz Deutschland sollen beim Hersteller zunächst gelagert werden.

Ob sie überhaupt zum Einsatz kommen, hängt von der Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) ab. Bislang wurde allein bei einer Büffelherde im brandenburgischen Hönow vor rund zwei Wochen die für Klauentiere hoch ansteckende Viruserkrankung nachgewiesen. Weitere Fälle in anderen Tierbeständen gab es nicht. Die Untersuchungen von Proben dauern aber an.

MKS: So lange dauert die Herstellung des Impfstoffes gegen die Tierseuche

„Wenn sämtliche Proben in der Überwachungszone gehaltener Tiere und eine ausreichende Anzahl Wildtiere negativ untersucht wurden, kann eine erste vorsichtige Entwarnung gegeben werden“, sagte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts der dpa. Als formal beendet sei ein MKS-Ausbruch anzusehen, wenn seitens der EU die erlassenen Restriktionen aufgehoben und Deutschland wieder der Status „MKS-frei“ der Weltorganisation für Tiergesundheit zuerkannt worden seien. Dies dauert laut FLI mindestens drei Monate ab dem Zeitpunkt des letzten bestätigten Falls.

Die Maul- und Klauenseuche ist für Tiere hochansteckend, für Menschen aber ungefährlich. (Archivbild)

Granzow/Friedrich-Loeffler-Institut /dpa

Der Prozess zur Impfstoffherstellung, der sechs Tage dauern soll, dürfte im Gang sein. Am Montag sei die Impfbank, die bei einem kommerziellen Impfstoffhersteller angesiedelt sei, aktiviert worden, hieß es vom FLI. Der auf Vorrat produzierte Impfstoff ist laut Institut 18 Monate haltbar.