Messerattacke in Berlin-Spandau: Sohn sticht Mutter (87) in den Hals

Polizei in Berlin (Symbolbild): Mehrere Streifenwagen sind zu einer Wohnung in der Wilhelmstadt von Berlin-Spandau gerufen worden. Ein Anrufer hatte angegeben, seine Mutter schwer verletzt zu haben.
Jens Kalaene/dpaMit mehreren Funkwagen ist die Berliner Polizei am Freitagnachmittag (27. September 2024) zu einem Mehrfamilienhaus an der Kuhnertstraße in Wilhelmstadt, einem Ortsteil von Berlin-Spandau, geeilt. Zuvor hatte ein Mann per Notruf Polizei und Feuerwehr alarmiert. Er gab an, seine Mutter schwer verletzt zu haben.
Bei dem Anrufer handelt es sich um einen 60-jährigen Mann, der am Telefon mitteilte, seine 87-jährige Mutter mit einem Messer in den Hals gestochen zu haben. Als die Beamten gegen 14.30 Uhr in dessen Wohnung eintrafen, stellten sie fest, dass die Frau lebensbedrohlich verletzt war und übernahmen die medizinische Erstversorgung. Die 87-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Messerattacke in Spandau: mutmaßlicher Täter war alkoholisiert
Laut Mitteilung der Pressestelle der Polizeidirektion Berlin von Samstagmittag soll sich das Opfer mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr befinden. Ein Sprecher der Polizei wollte sich weder zu der Zahl der Messerstiche noch dazu äußern, wodurch die Attacke ausgelöst wurde. „Das ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagte er.
Noch vor Ort unterzog sich der mutmaßliche Täter einem Alkoholtest, der einen Wert von 1,2 Promille erbrachte. Er wurde anschließend in Polizeigewahrsam genommen, um eine Blutentnahme vorzunehmen und seine Identität zweifelsfrei festzustellen. Nach Abschluss der Ermittlungen am Tatort wurde der Tatverdächtige auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung.
