Anfang August war der deutsch-polnische Grenzfluss einmal mehr in aller Munde. Tagelang wurden in der Oder tote Fische gesichtet und angespült. Tonnenweise Kadaver wurden eingesammelt. Warum es zu dem Massensterben gekommen ist, ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Doch Auswirkungen hat die Katastrophe über die Umwelt hinaus. In dieser Folge von „Dit is Brandenburg“ blicken wir auf einige von ihnen.
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Fischer Henry Schneider blickt zurück und in die Zukunft

Nach einem chronologischen Rückblick auf die Geschehnisse in Frankfurt (Oder) kommt Henry Schneider zu Wort. Seine Familie fischt seit Generationen in Brieskow-Finkenheerd. Er erzählt, über die ersten schockierenden Tage, als noch komplett ungewiss war, was sich in der Oder abspielte und wie das Fischsterben seine Arbeit beeinträchtigt.
Mit Dr. Jan Köhler vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei sprechen wir über die wissenschaftliche Seite der Umweltkatastrophe. Der Algenexperte erklärt, wie die Goldalge Prymnesium parvum, die unter anderem für das Massensterben verantwortlich gemacht wird, im Fluss reagiert haben muss.
Um die Mechanismen genau verstehen zu können, brauche es aber noch viel Zeit, so der Wissenschaftler. Und ohne funktionierende Kooperation mit der polnischen Seit dürfte es noch schwieriger werden, die Umstände des Fischsterbens aufzuklären.

Folgen des Fischsterbens für die deutsch-polnische Nachbarschaft

Deswegen teilt auch Dietrich Schröder, der langjährige Redakteur für deutsch-polnische Nachbarschaft der MOZ seine Ansichten in der Podcast-Folge. Denn die Kommunikation zwischen der deutschen und polnischen Seite zeigte sich als deutlich ausbaufähig in den vergangenen Wochen rund um die Oderkatastrophe. Dass noch nicht alles verloren ist, zeigt Dietrich Schröder aber auch mit einigen Hinweisen.
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Zuzug - Chance oder Überforderung? Zukunftsvisionen – der Barnim im Jahr 2040

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