Er ist einer der letzten Urwälder Europas und seit fast einem Jahr Schauplatz großen menschlichen Leids. Seit Juli 2021 sitzen Menschen auf der Flucht im Białowieża-Nationalpark im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus in der Falle. Viele mussten aufgrund von Kälte, Frost und Hunger ihr Leben lassen. Doch hat der Krieg in der Ukraine diese Tragödie überschattet. In der neuen Folge des MOZ-Podcasts „Dit is Brandenburg“ erzählt Miriam Tödter vom Verein „Wir packen’s an“ aus Bad Freienwalde von der aktuellen Lage im Grenzgebiet zu Belarus – das schon vorab: Es ist schlimm.
Wie immer auf allen gängigen Streamingplattformen zu hören, unter anderem bei Spotify, Apple Podcast, Amazon Music, Deezer, Google Podcast und Player.fm.

Im Visier der Grenzpolizei

Kommen denn überhaupt noch Geflüchtete über Belarus in die EU? Ja, bestätigt Miriam Tödter und es werden mit steigenden Temparaturen immer mehr. Im Gegensatz zu den Fliehenden aus der Ukraine werden die Menschen von weiter weg, also aus dem Nahen Osten oder afrikanischen Ländern, in Polen zurückgestoßen – Pushback genannt. Oder sie landen in sogenannten Abschiebegefängnissen, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen. Sowohl Helfenden als auch Medienvertretern ist es nahezu unmöglich zu den Geflüchteten gelangen, da das Grenzgebiet als Sperrzone ausgewiesen ist. Im Podcast berichtet Miriam Tödter von einer bedrohlichen Konfrontation mit der Grenzpolizei.
Sie analyisiert zudem, welche Fehler Deutschland und die EU seit Jahren in der Flüchtlingspolitik machen und warum all die Versuche der Abschottung ein Anwachsen der Fluchtbewegung nicht verhindern werden. Am besten hört ihr selbst rein.
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