Nachdem das Feuer im Grunewald gelöscht war, begann die Untersuchung der Sprengmittel auf dem vom Brand betroffenen Sprengplatz. Nun liegen die Ergebnisse der Experten vor und diese sind mit schlechten Nachrichten für Reisende von und nach Berlin verbunden.
Bei dem Feuer auf dem Sprengplatz wurden vier Bomben durch Explosionen aus ihren Befestigungen geschleudert und derart erschüttert, dass sie nicht mehr sicher gehandhabt werden können. Diese vier Bomben müssen vor Ort gesprengt und unschädlich gemacht werden.
Experten vom Landeskriminalamt Berlin wollen die Bomben am Mittwoch, den 31. August, sprengen.
Dazu müssen drei der Bomben erst einmal zum Sprengort gebracht werden. Die Vorbereitungen beginnen am Mittwoch um 6 Uhr, die eigentliche Sprengung ist nach bisherigen Planungen für 13 Uhr angesetzt. In dieser Zeit wird die derzeit eingerichtete Sicherheitszone rund um den Sprengplatz erweitert. Alle Anrainer müssen diese Zone dann verlassen.
Hinzu kommen zusätzliche Einschränkungen für den Verkehr. So gibt es Sperrungen auf der Avus A115 und der Bahnverkehr wird an der Strecke ebenfalls unterbrochen.
Im Einzelnen werden folgende Abschnitte gesperrt:
  • Die Autobahn A115 (Avus) wird zwischen dem Kreuz Funkturm und dem Kreuz Zehlendorf gesperrt voll gesperrt.
  • Betroffen ist auch die momentan gesperrte Anschlussstelle Hüttenweg und deren Überquerung. Ob diese momentane Sperrung am Mittwoch noch besteht, ist bisher ungewiss.
  • Die Anschlussstelle Spanische Allee in Fahrtrichtung Berlin-Zentrum wird gesperrt. Die Überquerung und die Auffahrt in Fahrtrichtung Potsdam bleiben aber für den Fahrzeugverkehr offen.
  • Der parallel zur Avus verlaufende Bahnverkehr wird während der gesamten Einsatzzeit in beide Fahrtrichtungen zwischen 7.30 und 16 Uhr gesperrt. Die S-Bahn forderte Fahrgäste der Linie S7 auf, andere Linien wie die S1 zu benutzen. Einen Schienenersatzverkehr mit Bussen gibt es nicht.
Die Polizei lagerte auf dem Gelände Bomben-Blindgänger, Granaten und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sowie illegales Feuerwerk. Üblicherweise wurden die Explosivstoffe im Frühjahr und im Herbst gesprengt. In der Nacht zum 4. August brach auf dem Sprengplatz ein Feuer aus. Ob es sich um Brandstiftung handelte, ist bisher nicht geklärt.
Es gab zahlreiche Explosionen. Das Feuer breitete sich in den umliegenden Wald aus. Tagelang bekämpfte die Feuerwehr den Brand wegen der umhergeschleuderten Munitionsreste nur aus der Distanz. Bekannt wurde, dass unter anderem mehrere gelagerte Bomben aus dem Krieg mit einem Gewicht von je 250 Kilogramm aus ihren Halterungen gerissen worden waren. Sie explodierten nicht, wurden aber durch das Feuer sehr heiß.
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