Nach einer Explosion auf einem Sprengplatz der Polizei im Grunewald in Berlin ist der angrenzende Wald in Flammen geraten. Das Feuer breitete sich nach Angaben der Feuerwehr weiter unkontrolliert aus. Immer wieder kam es zu weiteren Explosionen. Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers im Grunewald waren weitere Knallgeräusche aus Richtung des Sprengplatzes zu hören. Am Morgen des Donnerstag war eine Fläche von eineinhalb Hektar betroffen.
Alle Informationen zum Waldbrand im Grunewald finden Sie in unserem Liveticker.

+++ 16:16 Avus bleibt bis Montag gesperrt +++

Die Avus genannte Autobahn 115 bleibt hingegen weiter gesperrt. Mit einer Öffnung ist nach den Angaben frühestens am Montagvormittag zu rechnen.

+++ 15:42 Uhr Zweiter Löschroboter aus Falkenberg ist eingetroffen +++

Bei der Brandbekämpfung im Berliner Grunewald kann die Feuerwehr einen zweiten Löschroboter einsetzen. Das Fahrzeug sei aus Falkensee in Brandenburg eingetroffen, sagte Feuerwehrsprecher Mario Witt am Sonntag. Nun können die auf dem Gelände definierten Hotspots von zwei Löschrobotern und einem Löschpanzer gekühlt werden.
Die Feuerwehr bekämpft auch weiterhin kleinere Brände in der Gefahrenzone, die 500 Meter um den Sprengplatz definiert ist. „Es gibt Stellen, da kommen wir nicht ran“, sagte Witt. Vereinzelt seien immer wieder kleinere Feuer zu beobachten. „Da dürfen wir aber noch nicht tätig werden, weil da nach wie vor auch nur gepanzerte Fahrzeuge Zugang haben.“ Auf dem Sprengplatz selbst sei der Brand aktuell gelöscht.
Am Vormittag war ein Sprengmeister in einem gepanzerten Fahrzeug auf dem Sprengplatz. Dabei habe er auch wichtiges technisches Material bergen können.

+++ 10:40 Uhr Lage am Sonntag auf dem Sprengplatz immer noch gefährlich +++

Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald will die Feuerwehr näher an den Brandherd heranrücken. Aktuelles Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern, sagte Feuerwehrsprecher Mario Witt am Sonntag. Es gehe darum, die Einsatzkräfte näher ans Zentrum heranbringen zu können und im Wald weiter aktiv sein zu können. An vielen kleinen Stellen brenne es noch. Aktuell gilt für die Feuerwehrleute ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Sprengplatz.
Am Vormittag sollte ein Sprengmeister in einem gepanzerten Fahrzeug auf den Sprengplatz gebracht werden, um eine neue Einschätzung der Lage zu bekommen. Daraus könnten sich dann mögliche Anpassungen der Maßnahmen ergeben. Witt sprach von einer sehr dynamischen Lage, in der sich kurzfristig viel ändern könne.
Die Situation im Zentrum ist weiterhin brisant. „Wir reden immer noch von einer ganz akuten Gefahr auf dem Sprengplatz“, sagte Witt. „Wenn jetzt Spezialkräfte in die Einsatzstelle direkt eindringen, dann heißt das noch lange nicht, dass es da keine Gefahr gibt, sondern die ist sehr wohl da. Deswegen müssen wir da auch mit äußerster Vorsicht agieren.“ Die Arbeit auf dem Sprengplatz sei lebensgefährlich. In der Nacht waren vier mobile Löscheinheiten mit sechs Fahrzeugen unterwegs. Diese bewässerten im Gebiet rund um den Gefahrenbereich den Wald, um Bereiche zu schützen, die noch nicht vom Brand betroffen sind. Gleichzeitig seien immer wieder kleinere Brandstellen in der Entstehungsphase bekämpft worden.
Die Kühlmaßnahmen mit Wasser auf dem Sprengplatz wurden nachts wieder ausgesetzt, weil für die eingesetzten Roboter und Panzer Licht und Übersicht nicht ausreichen. Diese Arbeiten gingen am Morgen weiter.
Die Bahn ist nach Aufhebung der Gleissperrung im Nah- und Fernverkehr auf dem Weg zurück zur Normalität. Bei dem Verkehrsunternehmen wird davon ausgegangen, dass die Züge ab Montag wieder im gewohnten Fahrplan verkehren können. Die Avus genannte Autobahn 115 bleibt gesperrt, eine Öffnung ist nicht absehbar.
Die seit Ausbruch des Feuers am Donnerstag bestehende Sicherheitszone von 1000 Metern um das Gelände besteht weiterhin. Eine Ausnahme gilt nur für die Bahnstrecke, die am äußeren Rand der Sperrzone verläuft.

+++ 16:10 Uhr Feuerwehr sieht weiterhin „enorme Gefahr“ auf dem Sprengplatz +++

Trotz erster Wirkung der Löschmaßnahmen bleibt der Brand im Berliner Grunewald aus Sicht der Feuerwehr eine „enorme Gefahr“. Die seit Ausbruch des Feuers am Donnerstag bestehende Sicherheitszone von 1000 Metern um das Gelände wird weiter aufrecht erhalten.
Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Sperrkreis um das Feuer noch einige Tage bestehen wird. „Die Löschmaßnahmen auf dem Sprengplatz und die Kühlmaßnahmen dieser drei Hotspots, die durch den Sprengmeister definiert worden sind, zeigen Wirkung“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Es gehe nun darum, die Kühlung des Platzes verlässlich sicherzustellen.
„Auch wenn wir den Bahnverkehr freigeben, bleiben die äußeren Absperrungen stehen“, sagte Kirstein. Die Lage auf dem Sprengplatz ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Dort besteht natürlich eine enorme Gefahr“, so Kirstein. Zur Kühlung werden dort gepanzerte Fahrzeuge und Roboter eingesetzt. Am Freitag waren bis zu 700 Grad gemessen worden. Zu neuen Messungen wollte Kirstein keine Angaben machen. „Es wird permanent überwacht“, sagte er.
Susanne Bauer, Leiterin des Kriminaltechnischen Instituts der Polizei Berlin, kündigte Erkundungen auf dem Sprengplatz an. „Wir fahren mit einem geschützten Fahrzeug rein, um auf der Hauptstrecke des Sprengplatzes zu sehen, was liegt auf den Wegen, um dann dort den Löschroboter reinschicken zu können.“ In der Folge sollen die noch heißen Stellen weiter gekühlt werden. „Dann wird die Lage neu bewertet“, sagte Bauer.
Zur Ursache des Brandes und der Explosionen konnte sie keine Angaben machen. „Jetzt geht es um die Sicherheit.“ Geschaut werde nach Gefahren, um die sich die Einsatzkräfte kümmern müssten. „Die Ursache können wir uns anschauen, wenn der Sprengplatz freigegeben ist und wir mit Ermittlungsbeamten dorthin gehen können.“
Im umliegenden Wald konnte die Feuerwehr eine Ausweitung des Brandes verhindern. „Wir haben kleinere Brandnester immer wieder abgelöscht“, sagte Kirstein. Die Situation unmittelbar um den Sprengplatz müsse laufend neu bewertet werden, etwa ob ein Vorgehen auch mit Feuerwehrkräften möglich ist. „Aber dafür bedarf es erst einmal ein Stück weit mehr Sicherheit auf dem Sprengplatz.“

+++ 15:41 Uhr Bahn-Sperrung aufgehoben, Autobahn bleibt gesperrt +++

Trotz des noch andauernden Brandes auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald hat die Feuerwehr am Samstag in Absprache mit der Polizei die Bahnstrecke am Rand der Sperrzone wieder freigegeben. Damit könnten sowohl der öffentliche Nahverkehr als auch der Fernverkehr auf der Strecke wieder anlaufen, hieß es von Seiten der Feuerwehr in Berlin. Mindestens bis Sonntag gesperrt bleibt dagegen die Avus genannte Autobahn 115, die parallel zu den Gleisen etwas näher an der Gefahrenstelle verläuft.
Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Sperrkreis um das Feuer noch einige Tage bestehen wird.

+++ 13:45 Uhr Autobahn-Sperrung bleibt die nächsten Tage bestehen +++

Vom Brand auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald geht weiterhin eine große Gefahr für die unmittelbare Umgebung aus. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Sperrkreis um das Feuer noch einige Tage bestehen wird. Gleichzeitig sind erste Lockerungen in Aussicht.
„Die Löschmaßnahmen auf dem Sprengplatz und die Kühlmaßnahmen dieser drei Hotspots, die durch den Sprengmeister definiert worden sind, zeigen Wirkung“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Es geht nun darum, die Kühlung des Platzes verlässlich sicherzustellen. Bleibe die Löschwasserversorgung permanent besteht, könne der Bahnverkehr in den Nachmittagsstunden wieder freigeben werden.
Die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke sind weiterhin gesperrt. Beide befinden sich im Kreis von 1000 Metern um den Sprengplatz, aber relativ am Rand. „Auch wenn wir den Bahnverkehr freigeben, bleiben die äußeren Absperrungen stehen“, sagte Kirstein. Die Avus bleibe ebenfalls weiterhin gesperrt.
Rund um den Einsatzort hatte die Feuerwehr bereits am Donnerstag nach Ausbruch des Feuers einen Sicherheitsradius von 1000 Metern verhängt. Die Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam ist ebenso wie die Autobahn 115 wegen des Einsatzes gesperrt. Betroffen sind S-Bahnen ebenso wie Regionalzüge, IC und ICE.

+++ 11:19 Uhr Weiterhin ernorme Gefahr auf dem Sprengplatz +++

Die Lage auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Dort besteht natürlich eine enorme Gefahr“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Auf dem Sprengplatz gebe es drei vom Sprengmeister definierte Hotspots. „Die werden jetzt gekühlt mit Robotertechnik.“ Dafür werden gepanzerte Fahrzeuge und Roboter eingesetzt.

+++ 06:01 Weiterhin Feuer auf dem Sprengplatz - keine weiteren Explosionen +++

Der Brand im Grunewald in Berlin ist auch zwei Tage nach dem Ausbruch nicht vollständig gelöscht - die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke bleiben weiter gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer Entscheidung zu rechnen, wann und ob die Strecken geöffnet werden können. Es brenne weiter auf dem Sprengplatz, aber nur innerhalb eines abgegrenzten Gebiets. Dort würden kleinere Brandstellen gelöscht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde.
In der Nacht zu Samstag habe es keine weiteren Explosionen mehr gegeben, hieß es weiter. Ferngesteuerte Roboter zur Erkundung der Sperrzone seien aufgrund der entspannteren Lage in der Nacht wieder abgezogen worden. Die Erkundung des Gebiets solle am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

+++ 20:04 Uhr Sperrungen bleiben bis Samstag bestehen +++

Die Straßen- und Bahnsperrungen wegen des Brandes im Berliner Grunewald werden voraussichtlich mindestens bis Samstag in Kraft bleiben. Aktuell sei nicht mit einer Änderung zu rechnen, hieß es am Freitagabend bei der Polizei. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer neuen Entscheidung zu rechnen. Feuerstellen gebe es weiterhin nur innerhalb eines definierten Riegels, eine Ausweitung gebe es nicht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde. Rund um den Einsatzort hatte die Feuerwehr bereits am Donnerstag einen Sicherheitsradius von 1000 Metern verhängt. Das betrifft auch die Autobahn A115 und die parallel verlaufende Strecke der S-Bahn S7.

+++ 13:51 Uhr Boden auf dem Sprengplatz 700 Grad heiß +++

Der Boden auf dem in Brand geratenen Sprenggelände im Berliner Grunewald war am Freitag nach Angaben der Polizei an manchen Stellen noch 700 Grad heiß. Um die Gefahr weiterer Explosionen von Munitionsresten zu verringern, müssten diese Bereiche mit Wasser gekühlt werden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Dies habe eine Erkundung des Geländes durch einen Sprengmeister der Polizei und Experten der Bundeswehr in einem Bergepanzer am Vormittag ergeben.
Außerdem seien zwei Bomben aus dem Weltkrieg mit einem Gewicht von je 250 Kilogramm auf dem Sprengplatz aus ihren Halterungen gerissen worden. Sie seien zwar nicht explodiert, aber ebenfalls sehr heiß geworden und müssten gekühlt werden. Dafür seien die Feuerwehr und eine Spezialfirma mit einem Löschpanzer im Einsatz.

+++ 12:46 Uhr Forstamt spricht über Schäden - keine Wildschweine verbrannt +++

Durch die heftigen Explosionen auf einem Sprenggelände und den großen Brand im Berliner Grunewald ist auch die Natur geschädigt worden. Es gehe auch um einen enormen ökologischen Schaden, sagte die Forstamtsleiterin Grunewald, Katja Kammer, am Freitag. Bäume, die durch das Feuer zerstört wurden, seien zum Teil über 100 Jahre alt gewesen. Der wirtschaftliche Schaden sei noch unklar.
Größere Wildtiere seien durch das Feuer und die Detonationen von Munition und Feuerwerk vermutlich nicht getötet worden, sagte sie. Tiere im Wald würden bei Rauchgeruch und Knallgeräuschen fliehen. „Jedes Tier, das vier Beine hat oder Flügel, entfernt sich aus diesem Gefahrenbereich. (...) Man kann davon ausgehen, dass keine Wildschweine verbrannt sind.“ Die hätten sich wohl in kühlere Bereiche an die Havel verzogen. „Denen wird es wohl gut gehen.“
In den nächsten Wochen werde das Gebiet untersucht und geschädigte Bäume gesichert oder gefällt. Die dortigen Wege würden erstmal gesperrt, Spaziergänger dürften sie zunächst nicht betreten.

+++ 12:30 Uhr Großteil des Brandes gelöscht - Sprengplatz weiterhin hochgefährlich +++

Vorsichtiges Aufatmen im Berliner Grunewald: Einen Tag nach Ausbruch des Feuers sind die meisten Flammen am Freitag gelöscht. Ein großes Problem aber bleibt: Der großräumig abgesperrte Sprengplatz, auf dem der Brand ausbrach. Die Explosionsgefahren waren dort noch immer so groß, dass die Experten von Feuerwehr und Polizei sich im Lauf des Tages nur mit gepanzerten Fahrzeugen nähern konnten, um die Lage zu untersuchen. „Wir müssen damit rechnen, dass es weiter zu Detonationen und zum Trümmerflug kommt“, hieß es von der Feuerwehr.
Ein Sprengmeister der Polizei sei am Freitagvormittag mit einem Bergepanzer der Bundeswehr auf das Gebiet gefahren worden und habe erste Eindrücke gesammelt, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein. Diese Eindrücke würden ausgewertet, dann erhalte die Feuerwehr eine Einschätzung der Lage. Davon ist abhängig, ob auch Feuerwehrleute das Gelände betreten dürfen und wann die nahe gelegene Autobahn und die Bahnstrecken wieder freigegeben werden können.

+++ 11:25 Uhr Panzer und Sprengmeister erkunden Sprengplatz +++

Nach dem großen Brand und den heftigen Explosionen auf einem großen Sprengplatz im Berliner Grunewald hat die Polizei mit Hilfe der Bundeswehr das gefährliche und abgesperrte Gelände erkundet. Ein Sprengmeister der Polizei sei am Freitagvormittag mit einem Bergepanzer der Bundeswehr auf das Gebiet gefahren worden und habe erste Eindrücke gesammelt, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein.
Diese Eindrücke würden jetzt ausgewertet und dann erhalte die Feuerwehr eine Einschätzung der Lage. Davon ist abhängig, ob auch Feuerwehrleute das Gelände betreten dürfen und wann die nahe gelegene Autobahn und die Bahnstrecken wieder freigegeben werden können.
Im Wald an dem abgesperrten Sprenggelände, in dem es vereinzelt noch Flammen und Glut gab, war am Freitag auch ein gepanzertes Löschfahrzeug einer privaten Firma im Auftrag der Feuerwehr im Einsatz. Lösch-Roboter aus Niedersachsen sollen voraussichtlich auf das abgesperrte Gelände fahren und dort Wasser verteilen, sagte der Sprecher.

+++ 10:07 Uhr Regen im Grunewald - Entlastung für die Feuerwehr? +++

Hilfe von oben bei den Löscharbeiten im Berliner Grunewald? Am Freitagvormittag um kurz vor 10.00 Uhr hat es im Westen der Hauptstadt angefangen zu regnen. Ob dies allerdings schon für einen positiven Effekt beim Kampf gegen die Flammen sorgen kann, war zunächst nicht klar.

+++ 09:40 Uhr Polizeipräsidentin für Sprengplatz in Stadtnähe - kaum Alternativen +++

In der Diskussion um die Lage des Sprengplatzes Grunewald hat sich Berlins Polizeipräsidentin zwar offen für eine Verlegung gezeigt. Allerdings habe die Berliner Polizei immer noch täglich Einsätze, bei denen Kampfmittel entfernt werden müssten, sagte Barbara Slowik am Freitag im Inforadio des RBB. Weil Transporte für alte Weltkriegsbomben sehr gefährlich seien, brauche es weiterhin einen nahegelegenen Sprengplatz.
Mit Blick auf den Sprengplatz mitten im beliebten Naherholungsgebiet sagte Slowik: „Aktuell ist dieser Sprengplatz die einzige genehmigungsfähige Anlage auf Berliner Grund mit 80.000 Quadratmetern, weit weg von Wohnbebauung, was der Feuerwehr auch gestern sehr genützt hat.“ Auch Brandenburg habe kaum Ressourcen für einen gemeinsamen Sprengplatz im Berliner Umland. „Bisher haben wir da keine Möglichkeit gefunden. Nun wird es neue Gespräche geben.“
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hatte am Donnerstag bei einem Besuch des Brandorts angekündigt, über den Standort des Sprengplatzes der Berliner Polizei reden zu wollen. Man müsse sich Gedanken machen, wie in Zukunft mit dem Sprengplatz umzugehen sei und ob auf Berliner Stadtgebiet ein solcher Ort der richtige sei.
Slowik betonte zudem im RBB, beim aktuellen Brand im Grunewald habe die Brandbekämpfung Vorrang vor den Ermittlungen zur Brandursache. Der Sprengplatz der Polizei sei gut gesichert, es gebe Zäune, Überwachungstechnik und rund um die Uhr einen Objektschutz mit Personal vor Ort.

+++08:18 Uhr Feuerwehr hofft auf Ende der Avus-Sperrung im Laufe des Freitags +++

Die Berliner Feuerwehr hofft, dass die Autobahn Avus und der Zugverkehr rund um das Feuer im Grunewald am Freitag wieder freigegeben werden können. „Das große Ziel ist, dass man im Laufe des Vormittags Erkenntnisse auf dem Sprengplatz gewinnt. Davon hängt auch die Sperrung ab“, sagte Thomas Kirstein, Sprecher der Berliner Feuerwehr, am Freitagmorgen dem RBB. In der Nacht seien die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten gut vorangekommen.
Die Feuerwehr habe „nahezu alles, was es an Technik gibt in Deutschland“ anfahren lassen, sagte Kirstein. „Wir fahren hier heute groß auf.“
Teile des Feuers im Berliner Grunewald sind laut Feuerwehr zwar gelöscht - der Sprengplatz ist demnach aber weiter ein großes Problem. „Am Boden gibt es noch kleinere Brände im Sperrkreis“, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein am Freitagmorgen. Das seien „einige Stellen, das ist keine große Fläche mit großer Intensität“. Ungünstig sei das Auffrischen des Windes, weil es die Gefahr berge, dass das Feuer wieder aufflamme.

+++06:30 Uhr Feuer im Grunewald nicht über Sperrkreis ausgebreitet +++

Das Feuer im Berliner Grunewald hat sich in der Nacht zum Freitag nicht über den Sperrkreis hinaus ausgebreitet. „Die Brände konnten innerhalb der Ringstellung gehalten werden“, teilte die Feuerwehr am Freitagmorgen auf Twitter mit. Das Hauptproblem sei weiterhin der Sprengplatz, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein am Morgen. „Wir müssen damit rechnen, dass es weiter zu Detonationen und zum Trümmerflug kommt.“ Die Feuerwehr habe die ganze Nacht hindurch gearbeitet. Am frühen Freitagmorgen sei weitere Spezialtechnik eingetroffen, die bei der Erkundung der Sperrzone helfen könne, sagte Kirstein. Dabei handele es sich um drei ferngesteuerte Roboter, die tiefer ins Gebiet vordringen könnten. Auch gepanzerte Fahrzeuge, die löschen könnten, seien gebracht worden.

+++06:13 Uhr Brand im Grunewald - Avus bleibt am Freitagmorgen zunächst gesperrt

Wegen des Brandes im Berliner Grunewald bleibt die Autobahn Avus im Südwesten Berlins zunächst gesperrt. Auch der Zugverkehr sei von den Verkehrseinschränkungen weiter betroffen, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Freitagmorgen. In einer ersten Lagebesprechung um 7 Uhr soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

+++05:05 Uhr Löscharbeiten rund um den Sprengplatz lebensgefährlich+++

Einen Tag nach Ausbruch des Feuers im Berliner Grunewald kämpft die Feuerwehr weiter gegen die Flammen und muss noch eine Reihe von Problemen lösen. Löscharbeiten rund um den Sprengplatz der Polizei, wo der Brand ausgebrochen war, sind nach Einschätzung der Feuerwehr lebensgefährlich, weil dort Munition lagert, die jederzeit detonieren könnte. Am Freitag wolle man ab 07.00 Uhr über das weitere Vorgehen beraten, sagte Feuerwehrsprecher James Klein. Danach könne man vermutlich besser einschätzen, bis wann mit weiteren Beeinträchtigungen des Verkehrs zu rechnen sei. Die Brandursache ist weiter unklar - und auch, ob es zuerst brannte oder zunächst zu Explosionen kam.

+++ 21:01 Uhr Autobahn und Bahnstrecken bleiben wegen Waldbrand bis Freitagmorgen gesperrt +++

Wegen des Brandes im Berliner Grunewald bleibt die Autobahn Avus im Südwesten Berlins bis mindestens Freitagmorgen, 6 Uhr, gesperrt. Das sagte der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, am Donnerstagabend. Auch im Bahn- und S-Bahnverkehr sei weiter mit Einschränkungen zu rechnen.
Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) auf Twitter mitteilte, hofft die S-Bahn Berlin, dass die Grunewaldstrecke der S7 am Freitagmorgen wieder freigegeben werden könne. Noch bis 6 Uhr ist der Zugverkehr zwischen Grunewald und Wannsee aber unterbrochen. Als Umfahrungsmöglichkeit wird die S1 zwischen Friedrichstraße und Wannsee empfohlen. Zwischen Wannsee und Potsdam fahren die Züge der Linie S7 außerdem nur im 20-Minuten-Takt.
Einschränkungen gibt es weiterhin auch im Regional- und Fernverkehr. So bleibt die Strecke zwischen Berlin Hauptbahnhof und Potsdam gesperrt. Einzelne Züge im Fernverkehr müssen nach Angaben der Deutschen Bahn umgeleitet werden und können nicht in Berlin-Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof halten. Der Brand im Grunewald war am Donnerstagmorgen ausgebrochen und hatte sich im Laufe des Tages ausgeweitet.

+++ 19:24 Uhr Erneute Explosionen auf Sprengplatz +++

Durch den Brand im Berliner Grunewald ist es auf dem Sprengplatz der Polizei am frühen Abend erneut zu Explosionen gekommen. Sie seien auch in 1,2 Kilometer Entfernung gut zu hören gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein der Deutschen Presse-Agentur. Die Detonationen seien bemerkt worden, während ein Spezialroboter der Bundeswehr den Sprengplatz erkunden sollte. Der Einsatz sei deshalb abgebrochen worden. Auch anschließend habe es noch mehrere Detonationen gegeben.
Die Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz, mit denen die Feuerwehr am späten Nachmittag begonnen hatte, gingen dagegen weiter, sagte Kirstein. Der Sperrkreis hat einen Radius von 1000 Metern.

+++ 18:45 Uhr Gnadenhof Wensickendorf bereitet Rettung von Tieren vor +++

Tierschützer befürchten, dass durch den Brand im Grunewald viele Tiere verletzt oder getötet wurden. Die Wildtierretter aus Wensickendorf wollen so viele Tiere wie möglich retten, sobald der gesperrte Wald freigegeben wird.

+++ 18:36 Uhr Jarasch fordert mehr Katastrophen- und Bevölkerungschutz +++

Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch hat Konsequenzen aus der Zunahme von Waldbränden gefordert. Deren Zahl sei in den vergangenen Jahren bundes- und europaweit gestiegen, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch im Berliner Grunewald, wo es seit den frühen Morgenstunden brannte. „Das hat natürlich mit dem Klimawandel zu tun - nicht dieser Brand wohlgemerkt, aber die Zunahme insgesamt“, sagte Jarasch. „Und darauf müssen wir uns einstellen.“
Katastrophen- und Bevölkerungsschutz müssten einen höheren Stellenwert bekommen, aber auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forsten, die in Berlin zum Glück schon sehr gut sei. „Und wir müssen den Wald umbauen zu einem Mischwald, der mehr Feuchtigkeit speichert und nicht so leicht in Brand gerät, wie es reine Nadelwälder tun“, sagte Jarasch.

+++ 18:07 Uhr Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar +++

Der Umfang des Schadens im Berliner Grunewald durch den Brand und die Explosionen auf dem Sprengplatz der Polizei sind für Forstamtsleiter Gunnar Heyne noch nicht abzuschätzen. Die Zusammensetzung des Waldes sei dort aber etwas anders als etwa in Brandenburg, sagte er am Donnerstag im rbb-Inforadio. „Wir haben da zwar auch Kiefer, aber mit sehr viel Laubholz im Unterstand und frischeren Böden, so dass sich das Feuer, ich hoffe es zumindest, nicht so schnell ausbreitet.“

+++ 17:32 Uhr Löscharbeiten im Sperrkreis beginnen +++

Die Feuerwehr hat mit Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz im Grunewald begonnen. Das sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am späten Donnerstagnachmittag. „Der Sperrkreis von 1000 Metern bleibt bestehen. Aber es ist möglich, dass wir als Feuerwehr jetzt in gewissen Bereichen bis auf 500 Meter tätig werden können“, sagte Kirstein. „Das heißt, die Löscharbeiten sind zum Teil schon angelaufen.“ Das Löschwasser sei im Vorfeld schon bereitgestellt worden.
„Jede Minute, die wir keine Detonationen hören oder auf dem Sprengplatz etwas passiert, ist eine gute Zeit für uns“, sagte Kirstein. „Wir werden jetzt mit den Einsatzkräften der Feuerwehr in Teilen bis 500 Meter rangehen können.“ Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, indem sie Schneisen im Wald anlege, von denen aus dann Löscharbeiten möglich seien. „Es ist davon auszugehen, dass das Feuer nicht über den 1000-Meter-Sperrkreis hinweggeht“, so der Feuerwehrsprecher.
„Wir haben die Fläche jetzt neu definiert: Es sind rund 50 Hektar betroffen“, erklärte Kirstein. „Die brennen nicht alle komplett, die sind zum Teil nur verraucht.“ Die Fläche habe sich seit den frühen Morgenstunden aber deutlich ausgeweitet. „Wir sind jetzt aber guter Dinge“, sagte Kirstein. „Wir haben eine unabhängige Löschversorgung, die uns heute in den Abendstunden massiv nach vorne bringen wird.“

+++ 16:56 Uhr Löscharbeiten werden mindestens bis Freitag dauern +++

Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand im Grunewald bis Freitag anhalten wird. „Wenn man hier eine vorsichtige Einschätzung vornimmt und wenn man das realistisch analysiert die Lage, sieht es so aus, dass wir schon damit rechnen, dass die Lage mindestens auch noch in den frühen Morgenstunden nicht beendet sein wird. Sich über die Nacht zieht“, sagte James Klein vom Pressedienst der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag.
Der Brand breite sich innerhalb des Sperrkreises der Feuerwehr nach Südwesten aus. „Wir hatten zuerst ein Feuer am Sprengplatz, das hat sich auf drei, vier Feuer erweitert“, sagte Klein. „Wenn man jetzt sich die Drohnen- und Hubschrauberbilder anguckt, haben wir da mehrere Glutnester, die noch zu den drei, vier dazugekommen sind. Das Feuer bewegt sich in den Südwesten (...) und da sind überall kleinere Glutnester.“ Die Riegelstellung können aber gehalten werden. „Da ist das Feuer noch nicht rüber gekommen.“

+++ 16:30 Uhr Giffey hält Evakuierungen nicht für nötig +++

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. „Es ist kein Personenschaden zu beklagen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. „Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung“, sagte sie. „Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt.“ Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei. Die Regierende Bürgermeisterin hatte ihren Urlaub unterbrochen, um sich im Grunewald selbst ein Bild von der Lage zu machen.
Franziska Giffey (l), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD), beantworten Fragen von Journalisten, nachdem sie sich bei Feuerwehr und Polizei über den Brandherd im Grunewald vor Ort informiert haben.
Franziska Giffey (l), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD), beantworten Fragen von Journalisten, nachdem sie sich bei Feuerwehr und Polizei über den Brandherd im Grunewald vor Ort informiert haben.
© Foto: Wolfgang Kumm
„Ich bin sehr dankbar, dass wir das interdisziplinär tun, also zusammen mit der Bundeswehr und in engem Schulterschluss von Berliner Polizei und Berliner Feuerwehr“, so die Regierende Bürgermeisterin. Giffey dankte allen Einsatzkräften, ausdrücklich auch denen aus Brandenburg und der Bundeswehr, für ihre schnelle Unterstützung. „Für uns ist ganz entscheidend, dass wir sehr zügig ein Übergreifen der Flammen verhindern und alle Kräfte, die wir haben, bündeln. Das geschieht gerade.“

+++ 16:07 Uhr Feuerwehr rechnet mit Ausweitung des Brandes im Grunewald +++

Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. „Wir haben feststellen müssen, dass das Feuer im Sperrkreis weitergelaufen ist“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Wir haben gesehen, dass das Feuer schon in Richtung Avus läuft. Damit ist jetzt zu rechnen in den nächsten Stunden.“ Es sei davon auszugehen, dass der Brand sich noch ausweite und auch die Rauchentwicklung zunehme. „Wir sind mit Kräften weiter vorgerückt, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kirstein. Es gehe darum, den Sperrkreis um den Sprengplatz der Berliner Polizei verkleinern zu können, so dass die Feuerwehr zum Löschen näher an ihn herankommen könne. Bisher gilt ein Sicherheitsradius von 1000 Metern.
Dunkle Rauchsäulen steigen über der Avus an der Abfahrt Hüttenweg in den Himmel. Durch einen Waldbrand im Grunewald, der nach Angaben der Polizei auf dem Sprengplatz ausgelöst wurde, sind Bahnlinien und Autobahnen in unmittelbarer Nähe gesperrt.
Dunkle Rauchsäulen steigen über der Avus an der Abfahrt Hüttenweg in den Himmel. Durch einen Waldbrand im Grunewald, der nach Angaben der Polizei auf dem Sprengplatz ausgelöst wurde, sind Bahnlinien und Autobahnen in unmittelbarer Nähe gesperrt.
© Foto: Wolfgang Kumm/dpa

+++ 15:49 Uhr Noch keine Löscharbeiten im Sicherheitsbereich +++

Die Feuerwehr hat im Berliner Grunewald noch nicht mit Löscharbeiten im Sicherheitsradius von 1000 Metern rund um den Sprengplatz der Polizei begonnen. Das sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen am Donnerstagnachmittag mit Hinweis auf die damit verbundenen Gefahren. „Wir haben die Vorbereitungen intensiviert, genau ab dem 1001. Meter“, sagte Homrighausen. Wenn Brände sich über den Sicherheitsbereich auszuweiten drohten, könne ihnen begegnet werden.
„Wir haben uns darauf vorbereitet mit einem massiven Kräfteaufgebot“, sagte der Landesbrandmeister. Die Löschwasserversorgung aus der Havel und der Krummen Lanke sei unerschöpflich. Das Löschwasser werde an die Einsatzstelle gebracht, bis an die Sicherheitszone.
Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, etwa indem sie Schneisen in die Waldfläche ziehe, sagte Homrighausen. Das biete der Feuerwehr mehr Bewegungsmöglichkeiten und verbessere die Chancen der Brandbekämpfung, falls sich das Feuer ausweiten sollte.
„Wir haben im Augenblick 250 Kräfte“, sagte der Landesbrandmeister. Einige davon seien noch auf der Anfahrt zum Brandort. Berliner Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr seien dabei gemeinsam im Einsatz.

+++ 15:20 Uhr Giffey: Wir müssen über Sprengplatz auf Berliner Stadtgebiet reden +++

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat angekündigt, über den Standort des Sprengplatzes der Berliner Polizei reden zu wollen. „Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir in Zukunft mit diesem Sprengplatz umgehen und ob auf Berliner Stadtgebiet ein solcher Ort der richtige ist“, sagte die SPD-Politikerin nach einem Besuch im Grunewald, in dem es seit den Morgenstunden auf und rund um den Sprengplatz brennt.
Giffey sagte, sie werde auch mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) über die Möglichkeiten für eine Kooperation in der Metropolregion sprechen. „Das muss man bereden“, sagte Giffey. „Im Moment bin ich sehr froh, dass hier keine Wohnbebauung im näheren Umfeld ist und wir niemandem evakuieren müssen.“
Der Sprengplatz sei seit vielen Jahren im Grunewald, sagte die Regierende Bürgermeisterin. „Er ist der einzige auf Berliner Territorium in dieser Form.“ Er liege im Wald, nicht in einem Wohngebiet. „Insofern ist das eine Situation, die jetzt, wie wir sie bewerten können, die Lage noch eher entspannt.“

+++ 15:10 Uhr Wetterlage könnte der Feuerwehr nützen +++

Das Wetter dürfte Einsatzkräften bei der Bekämpfung des Brandes im Berliner Grunewald zunächst nur ein wenig helfen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bleibt es am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag in der Region durchweg trocken, allerdings gibt es auch keine signifikanten Winde, die das Feuer weiter anfachen könnten. Für Freitagnachmittag seien hingegen Schauer und Gewitter vorhergesagt. „Da kann auch Starkregen dabei sein“, sagte ein DWD-Sprecher. Die Niederschlagsmenge könne der Feuerwehr dann löschen helfen.
Während der Gewitter könne es zu stärkeren Windböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde kommen. Da diese aber im Zusammenspiel mit dem Regen aufträten, sollten auch sie das Feuer nicht weiter entfachen.

+++ 13:54 Uhr Feuerwehr befürchtet tagelangen Einsatz +++

Die Berliner Feuerwehr stellt sich bei der Bekämpfung des Brandes im Grunewald auf einen langen Einsatz ein. Der Brand werde die Einsatzkräfte möglicherweise noch die nächsten Tage beschäftigen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Aber wir werden das Feuer löschen.“

+++ 13:42 Uhr Spezialroboter der Bundeswehr im Einsatz +++

Bei dem Brand im Berliner Grunewald soll am Nachmittag ein ferngesteuerter Spezialroboter der Bundeswehr zum Einsatz kommen. Mit vier Kameras und Greifarm ausgerüstet könne der Roboter näher an die Brandfläche herankommen, sagte Brigadegeneral Jürgen Karl Uchtmann am Donnerstag. Auf diese Weise lasse sich ein klareres Lagebild erstellen.
Mit Hilfe von „Manipulationsfahrzeug Teodor“ können nach Bundeswehrangaben etwa „Kampfmittel und behelfsmäßige Sprengvorrichtungen auf Abstand entdeckt, identifiziert, bewertet und beseitigt werden“.

+++ 12:58 Uhr Brandursache weiterhin unklar +++

Wohngegenden sind nach Erkenntnissen der Feuerwehr nicht in Gefahr. „Das werden wir verhindern“, sagte ein Sprecher. Die nächsten Wohngebäude seien mindestens zwei Kilometer entfernt. Auch Verkehrsinfrastruktur sei nicht betroffen. Verletzte habe es bislang nicht gegeben. Die Berlinerinnen und Berliner sollten die Gegend aber weiträumig meiden.
Das Feuer im Berliner Grunewald breitet sich weiter unkontrolliert aus. „Das bereitet uns Sorge“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen. Es gebe nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie es am Sprengplatz in dem Wald genau aussehe. Derzeit würden Aufnahmen einer Drohne und eines Polizeihubschraubers zusammengeführt und ausgewertet. Aufgrund der Gefahr durch Explosionen und umherfliegende Trümmerteile hat sich die Feuerwehr auf rund 1000 Meter um die Flammen herum zurückgezogen.
Es sei davon auszugehen, dass die hohe Trockenheit in der Gegend den weiteren Verlauf des Feuers beeinflussen werde, hieß es. Die am Donnerstag erwartete Hitze werde vor allem den Einsatzkräften zu schaffen machen.
„Die Lage ist unübersichtlich“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aufgrund von weiteren Explosionen und umherfliegenden Trümmerteilen hat die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge noch nicht mit dem Löschen begonnen, startete aber bereits Eindämmungsmaßnahmen. In einem Radius von 1000 Metern um das Feuer herum begannen sie damit, die angrenzenden Waldgebiete zu bewässern. Auf diese Weise soll ein Ausbreiten der Flammen erschwert werden. Ein Löschhubschrauber sei angefordert, auch die Bundeswehr ist im Einsatz. Es seien 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Polizeikräfte vor Ort. Vor Ort trafen Wasserwerfer und Räumpanzer ein.
Ein Räumpanzer auf dem Weg zum Einsatzort. Im Berliner Grunewald ist nach einer unbeabsichtigten Explosion auf dem dortigen Sprengplatz am Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen und hat den angrenzenden Wald in Brand gesetzt.
Ein Räumpanzer auf dem Weg zum Einsatzort. Im Berliner Grunewald ist nach einer unbeabsichtigten Explosion auf dem dortigen Sprengplatz am Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen und hat den angrenzenden Wald in Brand gesetzt.
© Foto: Paul Zinken
Ein Wasserwerfer der Polizei auf dem Weg zum Einsatzort. Im Berliner Grunewald ist nach einer unbeabsichtigten Explosion auf dem dortigen Sprengplatz am Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen und hat den angrenzenden Wald in Brand gesetzt.
Ein Wasserwerfer der Polizei auf dem Weg zum Einsatzort. Im Berliner Grunewald ist nach einer unbeabsichtigten Explosion auf dem dortigen Sprengplatz am Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen und hat den angrenzenden Wald in Brand gesetzt.
© Foto: Paul Zinken

+++ 12:49 Uhr Innensenatorin Spranger zur Sicherheit der Anwohner +++

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sieht die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Grunewald gewährleistet. „Was für mich wichtig ist: Dass die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner nicht gefährdet ist und das ist hier gegeben“, sagte Spranger am Donnerstag am Ort des Einsatzes. Es gebe keinerlei toxische Gegenstände, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. „Insofern kann ich Sie jetzt erstmal beruhigen.“ Der Sicherheitsradius von rund einem Kilometer sei auch mit Blick auf die Anwohnerinnen und Anwohner gezogen worden.
Spranger bedankte sich bei den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr. Schon im vergangenen Herbst sei die Waldgegend von leicht brennbaren Materialien wie Gestrüpp oder Totholz befreit worden, so dass sich Feuer nicht so leicht ausbreiten könnten. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) habe ihren Urlaub unterbrochen, um sich am Nachmittag selbst ein Bild vor Ort von der Lage machen.

+++ 11:11 Uhr Kein Hubschrauber der Bundeswehr verfügbar +++

Mit einem Löschhubschrauber der Bundeswehr können die Einsatzkräfte beim Feuer im Berliner Grunewald nicht rechnen. Ein solcher stehe aufgrund des Waldbrands in Sachsen derzeit nicht zur Verfügung, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag in Berlin.

+++ 10:53 Uhr Museum Barberini und Jagdschloss Grunewald reagieren +++

Das Jagdschloss Grunewald bleibt aufgrund des Feuers in dem Gebiet am Donnerstag geschlossen. Gefahr für das Jagdschloss bestehe aber nicht, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Vormittag mit. Die Stiftung verwies auf Warnungen der Feuerwehr, das Waldgebiet weiträumig zu meiden.
Wegen der Verkehrssperrungen infolge des Brands im Berliner Grunewald bietet das Potsdamer Museum Barberini den Gästen einen besonderen Service: „Gebuchte Zeitfenstertickets behalten ihre Gültigkeit auch bei verspäteter Ankunft im Museum“, teilte das Museum am Donnerstag per Twitter mit. Dies gelte auch für die kommenden Tage, falls die Sperrung der Autobahn 115 (Avus) und des Bahnverkehrs anhalte.
Das Museum zeigt in der Schau „Die Form der Freiheit“ bis zum 25. September in fast 100 Werken von 52 Künstlerinnen und Künstlern den Dialog des Abstrakten Expressionismus in den USA und der informellen Malerei in Westeuropa von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges.

+++ 08:54 Uhr S-Bahn unterbrochen, Avus gesperrt +++

„Momentan befinden wir uns in der Phase der Beratung und Beobachtung“, sagte der Sprecher weiter. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei bisher noch völlig unklar, wie es zu der Explosion kommen konnte. Auf dem Platz wird Fundmunition gelagert und kontrolliert durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Berliner Polizei entschärft.
Aufgrund des Feuers im Berliner Grunewald sind der Regional- und der S-Bahnverkehr in Richtung Westen unterbrochen. Die S-Bahn-Linie S7 fährt von Berlin aus nur noch bis Grunewald, wie ein Bahnsprecher sagte. Beim Regionalverkehr werden demnach die Linien RE1 und RE7 derzeit mit Halt in Charlottenburg über Golm umgeleitet. Die Halte Potsdam Hauptbahnhof und Berlin-Wannsee entfallen. Die Linien RB21 und RB22 sind zwischen Berlin-Wannsee und Berlin-Friedrichstraße unterbrochen. Nach Potsdam gelangen Fahrgäste nach wie vor mit der S1.
Im Fernverkehr ist lediglich die Intercity-Verbindung in Richtung Magdeburg/Hannover/Stendal/Amsterdam betroffen. Die IC-Züge werden derzeit über Spandau umgeleitet. Stopps in Berlin-Wannsee und Potsdam entfallen.
Die Autobahn Avus zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg ist in beide Richtungen gesperrt, ebenso der Kronprinzessinnenweg und die Havelchaussee, hieß es von der Berliner Verkehrszentrale.
Die Avus bleibt wegen des Brands im Grunewald voraussichtlich den ganzen Tag über gesperrt. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, teilten Polizei und Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Der Wald brenne weiter unkontrolliert auf rund eineinhalb Hektar, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Die Behörden warnten die Bevölkerung über den Brand auf den Warnapps und riefen dazu auf, das Gefahrengebiet zu meiden. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Lüftung und Klimaanlagen sollen ausgeschaltet werden.