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: „Eingeschränkter Betrieb“? Brief warnt vor US-Sanktionen

Bislang gilt für die PCK-Raffinerie in Schwedt eine Ausnahme von US-Sanktionen, die jedoch befristet ist. Ein internes Schreiben legt offen, wie groß die Sorge angesichts der aktuellen Lage ist.
Von
Katharina Schmidt
Schwedt
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Anlagen zur Rohölverarbeitung auf dem Gelände der PCK-Raffinerie GmbH am Abend im Licht der untergehenden Sonne. Die Raffinerie in der Uckermark im Nordosten von Brandenburg versorgt große Teile des Nordostens Deutschlands mit Treibstoff. Sie gehört mehrheitlich zwei Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Bis Ende 2022 verarbeitete PCK vor allem Rohöl aus Russland. Die Bundesregierung beschloss im Zuge der Sanktionen wegen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine einen Verzicht auf russisches Öl. Als Alternative kommt Öl über Danzig und Rostock sowie aus Kasachstan. Der Bund verhängte im September 2022 eine Treuhandverwaltung über Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing, die Mehrheitseigner von PCK. Dies begründete er mit einer drohenden Gefahr für die Versorgungssicherheit in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine. +++ dpa-Bildfunk +++

Die PCK-Erdölraffinerie in den Wirren geopolitischer Spannungen: Der Konflikt um Grönland zwischen USA und Europa könnte für PCK zum Problem werden, da die Ausnahme von US-Sanktionen nur bis April befristet ist. Ein internes Schreiben verdeutlicht die Sorge.

Patrick Pleul/dpa