Queer in Brandenburg
: Café, Club oder Restaurant – eine Liste von geschützten Orten

Diese acht Orte in Brandenburg sind nicht nur für queere Menschen ein Safe Space. Egal ob der Verein in Cottbus, das Café in Potsdam oder der Club in Frankfurt (Oder). Alle wichtigen Infos.
Von
Jessica Reichhardt
Frankfurt (Oder)
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Safe space in Brandenburg: Die Suche danach ist nicht immer leicht, für queere Menschen. Die MOZ hat eine Liste mit acht Orten aus der Region erstellt, die jeden willkommen heißen. Es gibt Clubs, Cafés und Restaurants an den verschiedensten Ecken. (Symbolbild)

Safe Space in Brandenburg: Die Suche danach ist nicht immer leicht, für queere Menschen. Die Redaktion hat eine Liste mit acht Orten aus der Region erstellt, die jeden willkommen heißen. Es gibt Clubs, Cafés und Restaurants an den verschiedensten Ecken. (Symbolbild)

Lino Mirgeler/dpa
  • Acht Safe Spaces für Queere in Brandenburg: Vereine, Cafés, Clubs.
  • CSD Cottbus e.V. bietet regelmäßige Treffen und Events.
  • BTUqueer Stammtisch Cottbus: lockere Gruppe, trifft sich donnerstags.
  • Regenbogencafé Falkensee: Diskussionsrunden, Filmvorführungen.
  • Stuck Frankfurt (Oder): Queer Partys und Filmabende.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer selbst in einer Kleinstadt oder auf dem Land in Brandenburg aufgewachsen ist, wird sich wohl kaum an die Vielzahl von Clubs und Skateparks oder an eine vielfältige Kinolandschaft erinnern. Auch heute noch führen die Ausflüge und Fahrten wegen des riesigen Angebots oft nach Berlin. Das gilt für Erwachsene wie für Jugendliche.

Für Menschen aus der queeren Szene gilt dies sicherlich im Besonderen. Einerseits kann es manchmal schwierig sein, Anschluss an andere Jugendliche oder Erwachsene zu finden. Die Angst vor Ausgrenzung sitzt oft tief.

Safe Spaces in verschiedenen Ecken von Brandenburg

Andererseits sind Treffs, Cafés oder Veranstaltungen, die sich vorrangig an diese Zielgruppe richten, in Brandenburg rar gesät. Aber es gibt sie. Die Redaktion hat eine Liste mit acht Orten oder Gruppen aus verschiedenen Ecken Brandenburgs zusammengestellt.

Übersicht:

  • Queer in Brandenburg: Karte mit Orten als Safe Spaces
  • Liste der Safe Spaces für queere Menschen
  • Weitere Informationen für die Suche in Brandenburg

Queer in Brandenburg: Karte mit Orten als Safe Space

Die mit Maps erstellte Karte zeigt, wo sich in Brandenburg offizielle Safe Spaces befinden und welche in Reichweite sind. In der Liste sind Kontaktdaten und nähere Informationen zu den Angeboten festgehalten.

Liste der Safe Spaces für queere Menschen

1. CSD Cottbus e.V.

Der Verein ist in der Lausitz gut vernetzt – mehrere Standorte, regelmäßige Treffen und verschiedene Veranstaltungen. Auf der Website wird zudem ein kleiner Blog veröffentlicht, was beim letzten Treffen gemacht wurde oder welche leckeren Rezepte gekocht wurden. „Eine vielfältige Gesellschaft trägt demokratische Werte im Herzen“, lautet ihr Motto.

Kontakt: info@csd-cottbus.info und Telefon 0151 58126236 oder online.

2. BTUqueer Stammtisch Cottbus

Wie der Name schon sagt, ist es eine Stammtischgruppe, die sich selbst als locker und offen bezeichnet. Jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr trifft sie sich im Café Zelig. Gerne begrüßt sie Neuankömmlinge.

Kontakt: queer@b-tu.de

3. LGBTIQ* MOL bei Müncheberg

Es handelt sich um eine regionale Gruppe, die ihre Treffen hauptsächlich über Facebook organisiert und oftmals den Standort ändert. Deshalb erscheinen sie nicht in der Karte. „Grenzüberschreitend offen für alle queeren Menschen aus Deutschland und Polen“, heißt es in der Beschreibung. Die geplanten Treffen werden auch in polnischen Netzwerken bekannt gemacht.

Ziel ist nicht nur der Kontakt zwischen queeren Menschen, sondern auch der Austausch zweier Kulturen. Zuletzt war die Gruppe Anfang Juli beim CSD in Müncheberg beteiligt und plant wieder einen monatlichen Stammtisch einzuführen.

Kontakt: kontakt@lgbti-mol.de und online.

4. Gay-Stammtisch-KW

In Königs Wusterhausen lädt ein Stammtisch schwuler Männer und Jungen jeden Sonntag um 16 Uhr in die Gaststätte Jagdschloß 1896 ein. Die Organisatoren betonen aber auch, dass jeder willkommen ist – unabhängig von Geschlecht und Sexualität.

Kontakt: Kontaktformular online.

Aktion in Falkensee: Hissen der Regenbogenflagge

5. Regenbogencafé Falkensee

Am Rande Berlins lädt das Regenbogencafé Falkensee jeden zweiten Sonntag im Monat zu Diskussionsrunden, Autorenlesungen, Filmvorführungen oder Konzerten ein. Ein Höhepunkt: Jährlich organisieren die Initiatoren auch das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus von Falkensee.

Kontakt: info@agenda21-falkensee.de und online.

6. LaLeander Potsdam

Das Holländische Viertel in der Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofs ist nicht nur für seine Kulturgeschichte bekannt, das Café LaLeander unterstützt auch offen und regelmäßig die queere Community. Es dient als Safe Space für alle, die auf einen Kaffee und Kuchen vorbeischauen wollen. Hier werden außerdem öfters ausgefallene, kleine Events organisiert.

Kontakt: 0331 64731986 und auf Facebook.

7. newPRIDE Potsdam

Der Landesverband AndersARTIG bietet in der brandenburgischen Landeshauptstadt eine Jugendgruppe für Menschen zwischen 14 und 18 Jahren an. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr trifft sich die Gruppe im Regenbogenkombinat Brandenburg. Ziel ist es, Jugendliche zu ermutigen, eigene Ideen einzubringen, gemeinsam Zeit zu verbringen und neue Leute kennenzulernen.

Kontakt: mail@andersartig.info und Telefon (0331) 20 19 888 oder online.

8. Stuck in Frankfurt (Oder)

Auch der studentische Verein Stuck im Zentrum Frankfurts ist eine beliebte Partylocation. Ein- oder zweimal jährlich findet eine exklusive Queer Party statt, die für Zusammenhalt unter Tanzwütigen stehen soll. Auch Filmabende unter dem Motto „Pride“ wurden schon veranstaltet.

Kontakt: stuckffo@gmail.com und online.

Weitere Informationen für die Suche in Brandenburg

Neben exklusiven Orten für die queere Szene gibt es in der Region auch viele Orte, die sich einfach als offen und tolerant für alle Menschen zeigen. Gute Hinweise darauf geben zum Beispiel Regenbogenflaggen an der Ladenfront, Kommentare und Rezensionen bei Google oder auf Social-Media-Kanälen und eventuell stattfindende Veranstaltungen. Der Weg muss dafür nicht immer nach Berlin führen.