Razzia in Berlin: Mutmaßliche islamistische Propaganda – Festnahmen durch LKA

In Berlin kommt es zu Razzien wegen des Verdachts auf islamistische Propaganda. (Symbolbild)
Carsten Rehder/dpa- Razzien in 23 Berliner Objekten wegen islamistischer Propaganda im Internet.
- Aktion „Naschid-Action-Day“ zielt auf religiöse Gesänge mit extremistischer Botschaft ab.
- Berliner LKA und Generalstaatsanwaltschaft führen koordinierte Ermittlungen durch.
- Propaganda erreicht verstärkt Jugendliche, Festnahmen wurden laut Berichten durchgeführt.
- Polizei warnt vor wachsendem Einfluss extremistischer Ideologien in sozialen Medien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Islamistische Musikvideos mit Kampfliedern im Internet, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt sind, bereiten der Polizei große Sorgen. Besonders auf Internetportalen wie TikTok und Instagram würden immer mehr dieser Lieder der Terrororganisation Islamischer Staat veröffentlicht, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft zu einer großangelegten Razzia in Berlin.
22 Wohnungen junger Menschen in zahlreichen Berliner Stadtteilen wurden daher seit dem Morgen wegen des Verdachts des Verbreitens von Propagandamitteln terroristischer Organisationen von der Polizei durchsucht. Die Razzia lief unter dem Namen „Naschid Action Day“. Bei Nashids handele es sich um gesungene Lieder und Hymnen ohne eigene Instrumentalbegleitung.
Islamismus: Razzia in Berlin
„Derartige Propaganda wird insbesondere auch von Jugendlichen, Heranwachsenden und jungen Erwachsenen verbreitet - möglicherweise auch ohne das Bewusstsein, dass dies strafbare Handlungen darstellen könnte“, so die Polizei. „Gerade in Berlin ist mit immer weiter steigenden Zahlen zu rechnen.“
Beschuldigt sind 19 männliche und 3 weibliche Jugendliche und Erwachsene. Die meisten waren zwischen 15 und 23 Jahren alt, drei waren 27, 33 und 36 Jahre alt. Die Polizei beschlagnahmte Handys und Datenträger, die nun ausgewertet werden sollen. Es gab keine Festnahmen. Außerdem wurden verbotene Messer und Teleskopschlagstöcke gefunden.
Mit der konzertierten Razzia wolle man diese junge Zielgruppe der Propaganda des Islamischen Staates konkret ansprechen und über die Problematik und Strafbarkeit informieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen, so die Polizei.
Die islamistischen Terroristen richteten sich mit ihren Kampfliedern an junge Menschen, um diese zu emotionalisieren und politisch zu mobilisieren. Die Lieder würden häufig von der offiziellen Medienstelle des IS oder anderen ausländischen terroristischen Vereinigungen herausgegeben.
„Der heutige Einsatz ist ein wichtiges Zeichen entschlossener Sicherheitsbehörden gegen jede Form extremistischer Ideologien“, teilte die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit.
