Razzia in Berlin und Brandenburg
: Kokain neben Bananen – Drogen in Supermärkten

Versteckt in Bananenkisten liegt Kokain. Diese Entdeckung machen Ermittler in Supermärkten in Berlin und Brandenburg. Die Polizei spricht von mehreren hundert Kilogramm.
Von
dpa
Potsdam/Berlin
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In mehreren Supermärkten in Berlin und Brandenburg sollen Ermittler versteckte Drogen in Bananenkisten gefunden haben. (Symbolbild)

Marcus Brandt/dpa
  • Ermittler finden über 200 kg Kokain in Bananenkisten in Berliner und Brandenburger Supermärkten.
  • Durchsuchungen in Berliner Bezirken und vier Brandenburger Landkreisen nach erstem Fund eingeleitet.
  • Landeskriminalamt Brandenburg und Zollfahndungsamt führen die Ermittlungen.
  • Polizeisprecherin bestätigt Berichte nicht, Ermittlungen laufen weiter.
  • Kontext: Drogen in Lieferketten zunehmend ein Problem.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In mehreren Supermärkten in Berlin und Brandenburg haben Mitarbeiter Kokain versteckt in Bananenkisten entdeckt und daraufhin die Polizei verständigt. Gestern Abend habe es einen Fund in einer Berliner Filiale gegeben, teilte eine Polizeisprecherin in Potsdam mit.

Daraufhin seien Durchsuchungen in mehreren Berliner Bezirken und in vier Brandenburger Landkreisen – in Potsdam-Mittelmark, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und in der Prignitz – veranlasst worden. In den genannten Landkreisen in Brandenburg wurde in je einem Supermarkt Rauschgift in Bananenkisten nachgewiesen. Zudem erhielten mehrere Supermärkte in Berlin Kisten mit entsprechendem Inhalt.

Drogen in Bananenkisten in Berlin und Brandenburg gefunden

Die Lieferungen stammen nach derzeitigem Kenntnisstand alle aus einem Logistikzentrum im Land Brandenburg, wie die Polizei mitteilte. Dem Statement zufolge seien in Berlin und Brandenburg insgesamt rund 300 Kilogramm Rauschgift fest- und sichergestellt worden.

„Wir reden über recht große Mengen, die durch diesen länderübergreifenden Einsatz auch in der Hauptstadt sichergestellt werden konnten. Natürlich aber ist uns durchaus bewusst, dass es die kriminellen Machenschaften von international agierenden Drogenkartellen nicht wirklich im Keim ersticken wird“, wurde GdP-Sprecher Benjamin Jendro zitiert. „Wir erleben seit Jahren eine unglaubliche Kokainschwemme und wissen, dass das Zeug vorrangig aus Südamerika über die europäischen Häfen ins Land kommt, nicht selten in Obstkisten an Zwischenhändler gelangt und auch in der Hauptstadt auf jede Menge Abnehmer trifft.“

Die Ermittlungen habe die Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamtes Brandenburg und des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg übernommen.